Impressionen Praxis Dunja Schmidt
Migräne kann das Leben immer wieder unvermittelt unterbrechen.
Eine Attacke bedeutet für viele Betroffene nicht nur Kopfschmerz. Hinzukommen können Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung oder das Bedürfnis, sich vollständig zurückzuziehen.
Manche Menschen erleben zusätzlich eine Aura oder andere neurologische Symptome.
Besonders belastend ist häufig nicht nur die einzelne Attacke.
Auch die Zeit dazwischen kann von der Migräne geprägt sein:
So kann Migräne nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch Planungssicherheit, Vertrauen in den eigenen Körper und Lebensqualität beeinträchtigen.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend dabei unterstützen, Stress und innere Anspannung zu regulieren, mit Schmerz und belastenden Körperempfindungen anders umzugehen, individuelle Frühwarnzeichen bewusster wahrzunehmen und Selbsthypnose als Möglichkeit der Selbstregulation zu erlernen.
Sie ersetzt keine neurologische Diagnostik und keine notwendige medizinische Behandlung der Migräne.
Migräneattacken können sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen erleben wenige Attacken im Jahr. Andere sind deutlich häufiger betroffen.
Eine Attacke kann mit verschiedenen Beschwerden verbunden sein:
Bei einem Teil der Betroffenen treten neurologische Aurasymptome auf. Das Erleben der Migräne ist individuell. Auch die Auswirkungen auf den Alltag unterscheiden sich.
Manche Menschen müssen während einer Attacke ihre Arbeit unterbrechen. Andere ziehen sich aus familiären oder sozialen Situationen zurück. Wieder andere leben zunehmend mit der Sorge, dass eine Attacke genau dann beginnt, wenn sie besonders ungelegen kommt.
So kann ein Kreislauf entstehen:
Dieser Kreislauf ist nicht die Ursache der Migräne. Er kann aber zu einer zusätzlichen Belastung werden.
Migräne ist keine Einbildung.
Sie ist auch nicht einfach die Folge davon, dass ein Mensch „zu viel Stress hat“ oder psychische Probleme nicht ausreichend verarbeitet.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit komplexen biologischen Mechanismen.
An ihrer Entstehung und Ausprägung sind unterschiedliche Prozesse beteiligt. Dazu gehören unter anderem:
Stress, Schlaf, hormonelle Veränderungen, Veränderungen des Tagesrhythmus und andere Faktoren können bei manchen Menschen mit Migräneattacken in Zusammenhang stehen.
Sie erklären die Erkrankung jedoch nicht allein.
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Migräne ist neurologisch real.
Psychische Belastungen können dennoch den Umgang mit der Erkrankung, die individuelle Attackenbereitschaft und das Erleben von Schmerzen beeinflussen.
Genau an diesen beeinflussbaren Bereichen kann eine psychosomatische und hypnotherapeutische Behandlung ergänzend ansetzen.
Menschen mit Migräne hören manchmal Sätze wie:
Solche Aussagen greifen zu kurz.
Sie können außerdem dazu führen, dass Betroffene sich nicht ernst genommen oder sogar selbst verantwortlich für ihre Erkrankung fühlen. Ein moderner psychosomatischer Blick bedeutet etwas anderes.
Er fragt nicht:
„Ist die Migräne körperlich oder psychisch?“
Sondern:
„Welche biologischen, psychischen und alltäglichen Faktoren beeinflussen das individuelle Erleben und den Umgang mit der Erkrankung?“
Eine neurologische Erkrankung kann durch Stress beeinflusst werden, ohne dadurch psychisch verursacht zu sein. Schmerzen können durch Angst verstärkt werden, ohne eingebildet zu sein.
Körperwahrnehmung kann therapeutisch beeinflusst werden, ohne körperliche Mechanismen zu leugnen.
Diese differenzierte Sicht ist die Grundlage einer seriösen psychosomatischen Begleitung.
Viele Menschen mit Migräne berichten, dass Stress in ihrem persönlichen Migränegeschehen eine Rolle spielt.
Das bedeutet nicht, dass Stress jede Attacke verursacht. Auch Menschen, die sich entspannt fühlen, können eine Migräneattacke bekommen.
Bei manchen Betroffenen können jedoch Phasen besonderer Belastung mit einer erhöhten Attackenwahrscheinlichkeit zusammenfallen.
Mögliche Belastungsfaktoren können sein:
Auch der Übergang von starker Belastung zu Entspannung wird von manchen Menschen als möglicher Zusammenhang erlebt.
Bekannt ist beispielsweise das Phänomen, dass Migräneattacken gerade am Wochenende oder zu Beginn einer Erholungsphase auftreten können.
Dabei darf jedoch kein vereinfachtes Ursache-Wirkungs-Modell entstehen.
Migräne ist komplex. Ein einzelner möglicher Auslöser erklärt selten das gesamte Krankheitsgeschehen.
Die aktuelle Forschung beschreibt Stress als einen möglichen Einflussfaktor im individuellen Migränegeschehen, nicht als universelle oder alleinige Ursache.
Menschen mit Migräne können während und teilweise auch rund um eine Attacke besonders empfindlich auf Reize reagieren.
Dazu können gehören:
Diese besondere Reizempfindlichkeit ist kein Zeichen mangelnder Belastbarkeit.
Sie gehört zum neurologischen Krankheitsgeschehen der Migräne.
Gleichzeitig kann ein Nervensystem, das durch Schlafmangel, Sorge, Stress oder dauerhafte Anspannung zusätzlich belastet ist, subjektiv noch weniger Spielraum für weitere Anforderungen haben.
Hypnotherapeutische Arbeit soll dabei nicht das neurologische Krankheitsgeschehen „abschalten“.
Sie kann vielmehr dort ansetzen, wo therapeutisch beeinflussbare Prozesse eine Rolle spielen:
Manche Menschen nehmen vor einer Migräneattacke Veränderungen wahr.
Diese können individuell sehr unterschiedlich sein.
Mögliche Veränderungen können beispielsweise betreffen:
Nicht jedes ungewöhnliche Körpersignal bedeutet automatisch, dass eine Migräneattacke bevorsteht.
Und nicht alle Betroffenen erleben eindeutige Frühwarnzeichen.
Für manche Patientinnen und Patienten kann es dennoch hilfreich sein, den eigenen Migräneverlauf genauer kennenzulernen.
Dabei geht es nicht darum, den Körper ständig ängstlich zu überwachen.
Das Ziel ist vielmehr eine differenzierte Wahrnehmung:
Was nehme ich wahr — und wie kann ich darauf reagieren, ohne sofort in Angst und Alarmbereitschaft zu geraten?
Wer wiederholt starke Migräneattacken erlebt, kann verständlicherweise Angst vor der nächsten Attacke entwickeln.
Diese Angst kann sich auf viele Lebensbereiche auswirken.
Betroffene vermeiden möglicherweise:
Manchmal beginnt das Leben sich zunehmend um die Frage zu organisieren:
„Was ist, wenn ich Migräne bekomme?“
Die Angst selbst löst die neurologische Erkrankung nicht einfach aus.
Sie kann aber zu zusätzlicher Anspannung, Vermeidung und Einschränkung führen.
Ein mögliches Ziel der Behandlung kann deshalb sein, nicht nur auf die Attacke selbst zu schauen, sondern auch auf die Zeit zwischen den Attacken.
Wie viel Raum nimmt die Migräne im Denken ein?
Wie stark bestimmt die Sorge den Alltag?
Wie kann wieder mehr Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit entstehen?
Es gibt keine typische Migränepersönlichkeit.
Auch gibt es kein bestimmtes psychisches Muster, das Migräne allgemein erklärt.
Menschen mit Migräne sind genauso unterschiedlich wie Menschen ohne Migräne.
Dennoch können sich im individuellen Leben Muster zeigen, die für die Behandlung relevant sind.
Bei manchen Menschen spielen beispielsweise eine Rolle:
Solche Muster sind keine Ursache, die allen Menschen mit Migräne gemeinsam wäre.
Sie können jedoch im individuellen Fall Ansatzpunkte für eine psychosomatische Behandlung bieten.
Manche Patientinnen und Patienten berichten, dass sie körperliche oder emotionale Belastungsgrenzen lange übergehen.
Sie funktionieren weiter.
Sie erledigen noch eine Aufgabe.
Sie machen keine Pause.
Sie möchten andere nicht enttäuschen.
Das bedeutet nicht, dass hohe Selbstansprüche Migräne verursachen.
Aber wenn ein Mensch dauerhaft erschöpft oder angespannt ist und eigene Belastungsgrenzen kaum wahrnimmt, kann es therapeutisch sinnvoll sein, diese Muster genauer zu betrachten.
Mögliche Fragen sind:
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen, Körperwahrnehmung und Selbstfürsorge stärker miteinander zu verbinden.
Manche Menschen berichten, dass Migräneattacken gerade dann auftreten, wenn eine intensive Belastungsphase vorbei ist.
Zum Beispiel:
Auch hier gilt:
Ein solches Muster ist nicht bei allen Menschen vorhanden und erklärt Migräne nicht allgemein.
Es kann aber sinnvoll sein, den individuellen Wechsel zwischen:
genauer zu betrachten.
Ziel ist nicht, Entspannung zu vermeiden.
Es kann vielmehr darum gehen, Regulation und Erholung regelmäßiger in den Alltag zu integrieren.
Medizinische Hypnotherapie behandelt Migräne nicht als eingebildetes oder rein psychisches Problem.
Sie setzt an beeinflussbaren Prozessen an, die das individuelle Erleben und den Umgang mit der Erkrankung mitbestimmen können.
Mögliche Ansatzpunkte sind:
Die aktuelle spezifische Forschung zur Hypnose bei Migräne ist vielversprechend, aber noch begrenzt. Eine 2026 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit schloss neun Studien mit insgesamt 406 Teilnehmenden ein. Wegen erheblicher Unterschiede zwischen den Studien konnte keine gemeinsame Metaanalyse durchgeführt werden. Deshalb ist eine positive, aber zurückhaltende Einordnung angemessen.
Hypnose kann genutzt werden, um Zustände innerer Beruhigung gezielt zugänglicher zu machen.
Dabei kann gearbeitet werden mit:
Das Ziel ist nicht, jede Belastung zu vermeiden.
Es geht darum, den Wechsel zwischen Aktivierung und Erholung bewusster beeinflussen zu können.
Schmerz hat verschiedene Ebenen. Es gibt die körperliche Empfindung.
Und es gibt die emotionale Belastung, die damit verbunden sein kann:
Diese Ebenen beeinflussen sich gegenseitig.
Hypnotherapeutische Verfahren können versuchen, nicht nur auf die Intensität eines Schmerzes einzuwirken, sondern auch auf die Frage:
Wie bedrohlich, überwältigend oder beherrschend wird der Schmerz erlebt?
Gerade diese Differenzierung ist für eine realistische Behandlung wichtig.
Bei wiederkehrender Migräne kann der Körper zunehmend unter einem Gefahrenblick beobachtet werden.
Hypnotherapie kann helfen, Körperwahrnehmung differenzierter zu gestalten.
Das bedeutet:
Ziel ist nicht, medizinisch wichtige Symptome zu ignorieren.
Es geht um einen weniger angstbesetzten und zugleich aufmerksamen Umgang mit dem eigenen Körper.
Innere Bilder können körperliches und emotionales Erleben beeinflussen.
In der Hypnotherapie können deshalb individuell passende Vorstellungen entwickelt werden.
Das können beispielsweise Bilder sein von:
Welche Bilder hilfreich sind, ist individuell.
Es gibt kein Standardbild, das bei allen Menschen mit Migräne gleichermaßen funktioniert.
Die Angst vor einer Migräneattacke kann zu einer eigenen Belastung werden.
Hypnotherapeutische Arbeit kann dabei helfen:
Das Ziel lautet nicht:
„Ich bekomme garantiert keine Migräne mehr.“
Sondern eher:
„Auch wenn eine Attacke auftreten kann, bin ich ihr nicht vollständig hilflos ausgeliefert.“
Chronische oder wiederkehrende Erkrankungen können das Gefühl vermitteln, dem eigenen Körper ausgeliefert zu sein.
Selbstwirksamkeit bedeutet nicht, die Migräne vollständig kontrollieren zu können.
Sie bedeutet:
Gerade dieser realistische Handlungsspielraum kann therapeutisch bedeutsam sein.
Selbsthypnose kann ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein.
Patientinnen und Patienten lernen dabei, hypnotische Elemente selbst anzuwenden.
Das kann beispielsweise bedeuten:
Selbsthypnose kann regelmäßig geübt und an unterschiedliche Situationen angepasst werden.
Selbsthypnose muss nicht erst dann eingesetzt werden, wenn eine Migräneattacke bereits stark ausgeprägt ist.
Regelmäßiges Üben in beschwerdearmen Zeiten kann helfen, die Methode vertrauter zu machen.
Mögliche Ziele sind:
So wird Selbsthypnose nicht nur zu einer „Notfalltechnik“, sondern zu einem möglichen Bestandteil der eigenen Selbstregulation.
Manche Patientinnen und Patienten möchten Selbsthypnose auch dann einsetzen, wenn sie beginnende Anspannung oder persönliche Frühwarnzeichen wahrnehmen.
Dabei ist wichtig:
Selbsthypnose bietet keine Garantie, dass eine beginnende Migräneattacke gestoppt wird.
Sie kann jedoch helfen, in einer solchen Situation:
Welche Form sinnvoll ist, wird individuell erarbeitet.
Ob Selbsthypnose während einer akuten Attacke hilfreich oder überhaupt angenehm ist, ist individuell.
Manche Menschen können auch während einer Attacke mit kurzen, einfachen Übungen arbeiten.
Andere benötigen vor allem:
Die Methode muss zum individuellen Erleben passen.
Es geht nicht darum, während einer schweren Attacke eine komplizierte Übung „leisten“ zu müssen.
Selbsthypnose soll entlasten, nicht zusätzlichen Leistungsdruck erzeugen.
Eine seriöse Behandlung braucht klare Grenzen.
Medizinische Hypnotherapie kann nicht versprechen:
Auch die Aussage:
„Migräne entsteht durch psychische Probleme.“
wäre falsch und stigmatisierend.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung.
Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Prozesse wie Stressregulation, Schmerzverarbeitung, Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, Angst und Krankheitsbewältigung therapeutisch beeinflusst werden können.
Die wissenschaftliche Forschung zu Hypnose bei Schmerzen ist insgesamt umfangreicher als die spezifische Forschung ausschließlich zur Migräne.
Für Migräne und andere Kopfschmerzerkrankungen gibt es seit vielen Jahren Studien zu hypnotischen und selbsthypnotischen Verfahren.
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 untersuchte die Forschung speziell zur medizinischen Hypnose bei Migräne.
In die Auswertung wurden neun Studien mit insgesamt 406 Teilnehmenden aufgenommen.
Untersucht wurden unterschiedliche hypnotische Ansätze, darunter:
Auch die untersuchten Ergebnisse unterschieden sich, zum Beispiel hinsichtlich:
Die Ergebnisse werden insgesamt als vielversprechend beschrieben.
Gleichzeitig waren die Studien so unterschiedlich, dass keine gemeinsame statistische Metaanalyse möglich war.
Daraus ergibt sich eine seriöse Schlussfolgerung:
Medizinische Hypnose ist ein interessanter ergänzender Ansatz bei Migräne. Die bisherige spezifische Evidenz ist jedoch noch nicht stark genug, um eine allgemeine Wirksamkeitsgarantie oder eine Überlegenheit gegenüber etablierten Migränebehandlungen abzuleiten.
Medizinische Hypnotherapie sollte in ein sinnvolles Gesamtbehandlungskonzept eingebettet sein.
Je nach individueller Situation können dazu gehören:
Für nichtmedikamentöse verhaltensbezogene Verfahren wie Entspannung, kognitive Verhaltenstherapie und achtsamkeitsbasierte Ansätze gibt es ebenfalls wissenschaftliche Evidenz in der Migräneprävention.
Hypnotherapie sollte deshalb nicht als Konkurrenz zu allen anderen Behandlungsformen dargestellt werden, sondern als möglicher ergänzender Zugang innerhalb einer individuell passenden Behandlung.
Eine hypnotherapeutische Begleitung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie:
Die Eignung hängt nicht allein von der Diagnose „Migräne“ ab.
Entscheidend ist, welches konkrete Behandlungsziel verfolgt wird.
Bei somatoformen Beschwerden entsteht häufig ein Kreislauf:
Mit der Zeit kann dieser Kreislauf viel Energie binden. Betroffene beobachten ihren Körper genauer, vermeiden bestimmte Situationen, suchen immer wieder nach Sicherheit und erleben dennoch keine dauerhafte Beruhigung.
Medizinische Hypnotherapie kann helfen, diesen Kreislauf an mehreren Stellen zu beeinflussen: über Beruhigung, Aufmerksamkeitslenkung, Körperwahrnehmung, innere Sicherheit und Selbstregulation.
Nicht jeder Kopfschmerz ist Migräne.
Und nicht jeder neue Kopfschmerz sollte ohne weitere Abklärung als bekannte Migräne eingeordnet werden.
Ärztliche Diagnostik steht insbesondere dann im Vordergrund, wenn Kopfschmerzen:
Bei akuten oder ungewöhnlichen Beschwerden kann eine zeitnahe oder sofortige medizinische Abklärung notwendig sein.
Hypnotherapie darf eine notwendige neurologische oder andere medizinische Diagnostik nicht verzögern.
Auch bei bereits bekannter Migräne sollten neue oder deutlich veränderte Symptome ärztlich beurteilt werden.
Bei einer Migräne mit Aura können vor oder im Zusammenhang mit dem Kopfschmerz vorübergehende neurologische Symptome auftreten.
Diese können beispielsweise betreffen:
Für Menschen mit bekannter Migräne können solche Symptome Teil ihres bereits ärztlich eingeordneten Krankheitsbildes sein.
Neu auftretende, ungewöhnliche oder deutlich veränderte neurologische Symptome dürfen jedoch nicht automatisch als Migräneaura interpretiert werden.
In einer solchen Situation steht die medizinische Abklärung im Vordergrund.
Hypnotherapie ersetzt keine neurologische Diagnostik.
Im Erstgespräch geht es zunächst darum, die individuelle Situation zu verstehen.
Besprochen werden können:
Gemeinsam wird geklärt:
Die Migräne wird dabei nicht vorschnell psychologisiert.
Im nächsten Schritt kann genauer betrachtet werden:
Dabei geht es nicht um die Suche nach einer einzigen „psychischen Ursache“.
Ziel ist ein individuelles Verständnis.
Mögliche Ziele können sein:
Das Ziel wird gemeinsam und realistisch formuliert.
Je nach Behandlungsziel können eingesetzt werden:
Die Behandlung wird individuell angepasst.
Wenn es sinnvoll ist, werden Übungen entwickelt, die selbstständig angewendet werden können.
Ziel ist, dass therapeutische Möglichkeiten nicht ausschließlich an die Sitzung in der Praxis gebunden bleiben.
Im Verlauf wird gemeinsam betrachtet:
Dabei werden keine unrealistischen Erfolgskriterien vorgegeben.
Auch Verbesserungen im Umgang mit der Erkrankung können therapeutisch bedeutsam sein.
Eine Heilung der Migräne durch Hypnose kann nicht versprochen werden.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend an Stressregulation, Schmerzverarbeitung, Aufmerksamkeit, Angst und Selbstwirksamkeit arbeiten.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung.
Das schließt nicht aus, dass Stress, psychische Belastung, Schlaf und andere Faktoren das individuelle Migränegeschehen beeinflussen können.
Psychosomatische Begleitung bedeutet deshalb nicht, Migräne als eingebildet oder ausschließlich psychisch verursacht zu betrachten.
Das kann nicht garantiert werden.
Manche Menschen nutzen Selbsthypnose bei beginnender Anspannung oder persönlichen Frühwarnzeichen. Sie kann helfen, zusätzliche Stress- und Alarmreaktionen zu reduzieren.
Eine sichere Unterbrechung jeder Attacke kann jedoch nicht versprochen werden.
Grundsätzlich kann medizinische Hypnotherapie als ergänzende Behandlung eingesetzt werden.
Welche Kombination im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer medizinischen Situation und Ihrem Behandlungsziel ab.
Notwendige neurologische oder andere medizinische Behandlungen werden nicht ersetzt.
Nein.
Hypnotherapie kann auch an anderen therapeutisch beeinflussbaren Bereichen ansetzen, beispielsweise:
Entscheidend ist das konkrete Behandlungsziel.
Ein Überblick über den Verlauf kann hilfreich sein, ist aber kein Selbstzweck.
Zu intensive Beobachtung kann bei manchen Menschen auch zusätzlichen Druck oder eine starke Fixierung auf mögliche Auslöser erzeugen.
Ob und in welcher Form eine Dokumentation sinnvoll ist, sollte individuell entschieden werden.
Ja.
Es gibt wissenschaftliche Studien und Übersichtsarbeiten zur Anwendung hypnotischer Verfahren bei Migräne und Kopfschmerzen.
Die Ergebnisse sind vielversprechend. Die spezifische Studienlage zur Migräne ist jedoch noch begrenzt und methodisch heterogen.
Deshalb ist Hypnotherapie als möglicher ergänzender Ansatz einzuordnen, nicht als garantiert wirksame Universalbehandlung.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Sie ist nicht eingebildet. Sie ist nicht die Folge mangelnder Willenskraft. Und sie lässt sich nicht auf Stress oder psychische Belastungen reduzieren.
Gleichzeitig gibt es Bereiche, die therapeutisch beeinflusst werden können.
Dazu können gehören:
Medizinische Hypnotherapie kann an diesen Schnittstellen einen ergänzenden Zugang bieten.
Nicht mit dem Versprechen, Migräne einfach „wegzuhypnotisieren“.
Sondern mit dem Ziel, den eigenen Handlungsspielraum im Umgang mit einer wiederkehrenden neurologischen Erkrankung zu erweitern.
Sie leben mit Migräne und möchten wissen, ob medizinische Hypnotherapie und Selbsthypnose für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein können?
In einem Erstgespräch können Ihre Beschwerden, Ihre bisherige medizinische Behandlung und Ihre persönlichen Behandlungsziele sorgfältig eingeordnet werden.
Arztpraxis Dunja Schmidt
Wilhelmstraße 13
46483 Wesel
Anwendungsbereiche & Beschwerden
Sie haben Schmerzen und keiner findet etwas. Ihre Erkrankung belastet Sie psychisch und Sie wissen nicht genau wo Sie ansetzen sollten, um Ihr Anliegen richtig zu adressieren?!
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Somatoforme Beschwerden…
…sind körperliche Beschwerden ohne ausreichenden Befund und müssen trotz fehlender Erklärung und Diagnostik ernst genommen werden, da sie real und nicht eingebildet sind.
Körperliche Erkrankungen & psychische Faktoren
Bei stresssensitiven Erkrankungen kann medizinische Hypnose helfen, Stressreaktionen zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verändern und den Umgang mit Beschwerden zu verbessern.
Schwere Erkrankungen & Krankheitsverarbeitung
Tumorerkrankungen, Multiple Sklerose, koronare Herzerkrankung, neurologische Erkrankungen, Long COVID / ME/CFS, Dialyse, Transplantation oder intensivmedizinische Erfahrungen können seelisch stark belasten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, innere Stabilität, Körpervertrauen und Selbstregulation zu stärken.
Migräne & Hypnose
Migräne ist real und neurologisch ernst zu nehmen.
Medizinische Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Stress, Schmerzverarbeitung, Anspannung, Körperwahrnehmung und Krankheitsbewältigung eine Rolle spielen.
Reizdarm & Darmerkrankungen
Bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und funktionellen Darmbeschwerden können Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Schamgefühl und Kontrollverlust den Alltag stark beeinträchtigen.
Hypnotherapeutische Verfahren können hilfreich sein, um Körperwahrnehmung, Stressreaktionen, die Darm-Hirn-Achse und den Umgang mit Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Tinnitus & Hypnose
Tinnitus ist nicht eingebildet, sondern real. Ein stark belastender chronischer Tinnitus kann das Leben erheblich beeinträchtigen.
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Dann sind Sie hier richtig und können auf der Unterseite weiter lesen.
Neurodermitis & Hypnose
Bei Neurodermitis können Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme, Schamgefühl und Stress einander bedingen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung benötigt weiterhin eine dermatologische Behandlung.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit auf Juckreiz, Kratzimpulse, Stressregulation und alternative Reaktionen zu bearbeiten.
Allergien & Hypnose
Allergien sind Erkrankungen, die immunologisch vermittelt und nicht durch psychische Belastung verursacht werden.
Stress und innere Anspannung können bei manchen Betroffenen jedoch das subjektive Beschwerdeerleben, die Aufmerksamkeit auf Symptome und den Umgang mit der Erkrankung beeinflussen.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die allergische Sensibilisierung und ersetzt keine allergologische Behandlung.
Sie kann ergänzend bei Stressregulation, Krankheitsbewältigung und zur besseren Selbstregulation eingesetzt werden.
Zahnarztangst, Bruxismus & CMD
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können ergänzend dabei unterstützen, Angst und Anspannung zu regulieren sowie beim Wachbruxismus Pressmuster früher wahrzunehmen und alternative Reaktionen einzuüben.
Essstörungen & belastetes Essverhalten
Essstörungen und belastetes Essverhalten sind keine Frage von Disziplin oder Willenskraft.
Sie können mit Scham, Körperablehnung, innerer Anspannung, Selbstwertproblemen, Kontrollverlust, Angst, depressiven Symptomen und körperlichen Risiken verbunden sein.
Medizinische Hypnotherapie kann hier nur ergänzend und sorgfältig eingeordnet eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Selbstwert, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Scham, Essdruck, Kontrollverlust und innere Sicherheit.
Chronische Schmerzen & Hypnose
Chronische Schmerzen sind real.
Auch wenn kein ausreichender organischer Befund existiert, können Nervensystem, Verarbeitung von Stress, Aufmerksamkeit und Schmerzgedächtnis eine zentrale Rolle spielen.
Mental Wellness durch Selbsthypnose
Selbsthypnose für innere Ruhe und Stressregulation:
Ein ärztlich geleitetes Gruppenangebot, das darauf zielt, Handlungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Resilienz im Alltag zu fördern.
Raucherentwöhnung mit Hypnose
Mit dem Rauchen aufhören. Den Rauchstopp mit medizinischer Hypnose unterstützen:
Strukturiertes Angebot zu Gewohnheiten, Auslösern, Stress und Rückfallprophylaxe.
Als Einzeltherapie oder in Kleingruppe.
Mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose
Ärztlich angeleitetes Gruppenangebot für Menschen mit med. abgeklärten chronischen Schmerzen, die Selbsthypnose erlernen möchten.
Ziele:
Selbsthypnose lernen
Selbsthypnose ist kein magisches Verfahren, sondern ein erlernbares Werkzeug.
Medizinisch angeleitete Selbsthypnose sicher und individuell lernen:
Eine trainierbare Methode für mehr Selbstregulation & Handlungsmöglichkeiten, deren Nutzen vom Ziel, der Indikation und der persönlichen Situation abhängt.
Selbsthypnose & Gruppenangebote
Selbsthypnose ist keine passive Behandlung und keine besondere „Begabung“, sondern:
Eine erlernbare Methode zur bewußten Arbeit mit:
Gruppenangebote zu den Themenbereichen Raucherentwöhnung, Mental Wellness, und „mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose“ ermöglichen Ihnen das strukturierte Erlernen und Einüben solcher Fähigkeiten in einem klar definierten Rahmen.
Was ist medizinische Hypnose?
Medizinische Hypnose verständlich erklärt: Trance, fokussierte Aufmerksamkeit, Suggestion, Kontrolle sowie Unterschiede zu Schlaf und Showhypnose.
Hypnosearten im Überblick
Klassische, ericksonsche und weitere Hypnosearten verständlich erklärt – mit Einsatzgebieten, Unterschieden sowie medizinischen und ethischen Grenzen.
Showhypnose vs. medizinische Hypnose
Medizinische Hypnose und Show-Hypnose unter-scheiden sich deutlich. Erfahren Sie mehr über Ziele, Rahmen, Kontrolle, Ethik und therapeutische Verantwortung.
Ablauf einer Hypnotherapie
Wie eine medizinische Hypnotherapie abläuft: Erstgespräch, Indikationsprüfung, Zielklärung, Hypnose, Rückorientierung, Nachbesprechung und Selbsthypnose.
Grenzen & Kontraindikationen
Wann medizinische Hypnose ungeeignet oder nur nach sorgfältiger Abklärung sinnvoll ist – mit Hinweisen zu Krisen, Psychosen, Dissoziation und Diagnostik.
Wissenschaftliche Grundlagen
Was die Forschung über medizinische Hypnose zeigt:
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Kontrolle, Erinnerung, Wirksamkeit, Risiken, Sitzungsdauer, Selbsthypnose und dem Ablauf einer medizinischen Hypnotherapie.
Wissen & Fragen Übersicht
Diese Seite bietet Orientierung über die aufbereiteten Wissensbereiche bezüglich medizinischer Hypnotherapie.
Honorar
Informieren Sie sich über entstehende Kosten und anfallende Honorare.
Kontakt & Anfahrt
Kontaktieren Sie die Praxis Dunja Schmidt in Wesel für ein Erstgespräch. Hier finden Sie Adresse, Telefon, E-Mail, Sprechzeit, Anfahrt und Parkhinweise.
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Erfahren Sie etwas über mich: Dunja Schmidt, Ärztin, Zahnärztin und medizinische Hypnotherapeutin in Wesel mit Schwerpunkt psychosomatische Gesundheit und Selbstregulation.