Impressionen Praxis Dunja Schmidt
Der Gedanke an den nächsten Zahnarzttermin löst bereits Unruhe aus.
Der Kiefer ist ständig angespannt.
Die Zähne werden tagsüber unbewusst aufeinandergepresst.
Morgens fühlen sich Kaumuskeln und Gesicht erschöpft an.
Oder Schmerzen im Kiefer-, Kopf- und Nackenbereich bestimmen zunehmend den Alltag.
Zahnarztangst, Bruxismus und craniomandibuläre Dysfunktion — kurz CMD — sind unterschiedliche Beschwerdebilder.
Sie können jedoch eines gemeinsam haben:
Angst, Anspannung, Aufmerksamkeit, Schmerz und körperliche Stressreaktionen können das Erleben zusätzlich beeinflussen.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können hier einen ergänzenden therapeutischen Zugang bieten.
Zum Beispiel bei:
Dabei ist eine wichtige Grenze klar:
Medizinische Hypnotherapie ersetzt keine zahnärztliche Diagnostik und Behandlung.
Sie behandelt keine Karies.
Sie beseitigt keine Entzündung.
Sie korrigiert keine strukturellen Veränderungen des Kausystems.
Und sie ersetzt bei CMD oder Bruxismus keine medizinisch beziehungsweise zahnmedizinisch notwendigen Behandlungsmaßnahmen.
Ihr möglicher Beitrag liegt dort, wo Angst, Stressregulation, Aufmerksamkeit, Muskelanspannung, automatisierte Verhaltensmuster und Schmerzverarbeitung therapeutisch beeinflusst werden können.
Zahnarztangst, Bruxismus und CMD sollten nicht in einen Topf geworfen werden. Sie sind nicht dasselbe.
Zahnarztangst reicht von leichter Anspannung vor einer Behandlung bis zu ausgeprägter Angst mit starkem Vermeidungsverhalten.
Im Vordergrund können stehen:
Bruxismus bezeichnet Aktivitäten der Kaumuskulatur wie Zähnepressen, Zähneknirschen oder anhaltende beziehungsweise wiederholte Anspannung.
Dabei wird zwischen:
unterschieden.
Beide Formen sind nicht einfach dasselbe und sollten differenziert betrachtet werden.
CMD ist ein Sammelbegriff für Beschwerden und Funktionsstörungen im Bereich des Kausystems.
Betroffen sein können beispielsweise:
Möglich sind unter anderem:
Nicht jede CMD ist psychisch verursacht.
Nicht jede CMD entsteht durch Bruxismus.
Und nicht jeder Bruxismus führt automatisch zu einer CMD.
Gerade deshalb ist eine angemessene zahnärztliche beziehungsweise funktionsdiagnostische Einordnung wichtig.
Für manche Menschen ist ein Zahnarzttermin unangenehm.
Für andere beginnt die Belastung lange vorher.
Bereits beim Gedanken an die Behandlung können auftreten:
Manche Menschen schieben notwendige Behandlungen immer wieder auf.
Andere gehen zwar zum Zahnarzt, erleben die Situation aber als extrem belastend.
Wieder andere haben jahrelang keinen Termin mehr vereinbart.
So kann ein Kreislauf entstehen:
Dieser Kreislauf ist keine Frage mangelnder Vernunft.
Angst kann sehr stark sein.
Ein Mensch kann genau wissen, dass eine Behandlung notwendig wäre — und sich trotzdem nicht in der Lage fühlen, den Termin wahrzunehmen.
Nicht jede Angst vor dem Zahnarzt ist eine psychische Erkrankung.
Viele Menschen erleben eine gewisse Nervosität oder Anspannung.
Diese kann unangenehm sein, ohne dass eine ausgeprägte Phobie vorliegt.
Bei einer krankheitswertigen Zahnbehandlungsphobie ist eine strukturierte, in der Regel expositionsbasierte Psychotherapie besser abgesichert als Hypnose allein.
Bei stärkerer Zahnbehandlungsangst kann die Angst jedoch:
Bei einer ausgeprägten Zahnbehandlungsphobie reicht es häufig nicht aus, nur während des Zahnarzttermins entspannter zu werden.
Dann kann eine gezielte psychotherapeutische Angstbehandlung notwendig sein.
Medizinische Hypnose kann dabei ein Baustein sein.
Sie sollte jedoch nicht mit dem Versprechen verbunden werden:
„Eine Sitzung — und Ihre Zahnphobie ist weg.“
Angst ist nicht nur ein Gedanke.
Sie ist auch eine körperliche Reaktion.
Wenn das Gehirn eine Situation als bedrohlich bewertet, kann der Körper auf Alarm umschalten.
Mögliche Reaktionen sind:
Auf dem Zahnarztstuhl können zusätzlich besondere Faktoren eine Rolle spielen:
Gerade das Gefühl von Kontrollverlust kann für manche Menschen besonders belastend sein.
Viele Patientinnen und Patienten beschreiben nicht nur Angst vor Schmerzen.
Sie sagen:
„Ich habe Angst, nicht mehr bestimmen zu können, was passiert.“
Oder:
„Wenn ich auf dem Stuhl liege, fühle ich mich ausgeliefert.“
Dieses Erleben kann durch frühere Erfahrungen verstärkt werden.
Zum Beispiel wenn:
Medizinische Hypnotherapie kann hier an der inneren Erfahrung von Sicherheit und Selbstwirksamkeit arbeiten.
Das Ziel ist nicht:
Kontrolle abzugeben.
Sondern:
mehr innere Kontrolle zurückzugewinnen.
Gerade Menschen mit Zahnarztangst befürchten manchmal:
„Bei Hypnose verliere ich erst recht die Kontrolle.“
Das ist nicht das Ziel medizinischer Hypnose.
Patientinnen und Patienten bleiben grundsätzlich ansprechbar.
Eine medizinisch verantwortete hypnotherapeutische Behandlung soll die eigene Selbstregulation stärken.
Gerade bei Zahnarztangst kann deshalb ein wichtiges Ziel sein:
In der Praxis von Dunja Schmidt findet keine zahnärztliche Behandlung statt.
Deshalb sollte das Angebot klar eingeordnet werden.
Es geht nicht um eine zahnärztliche Behandlung unter Hypnose am Behandlungsstuhl in der Praxis.
Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der:
Die eigentliche Zahnbehandlung erfolgt weiterhin in der behandelnden Zahnarztpraxis.
Mögliche therapeutische Ziele sind:
Welche dieser Ziele sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation ab.
Angst kann sich sehr unmittelbar im Körper zeigen.
Medizinische Hypnose kann dabei helfen, bewusst einen anderen inneren Zustand zugänglich zu machen.
Zum Beispiel durch:
Das Ziel ist nicht, jede Angst vollständig auszuschalten.
Ein realistisches Ziel kann sein:
„Ich kann Angst wahrnehmen, ohne dass sie mich vollständig überwältigt.“
Auf dem Zahnarztstuhl kann sich die Aufmerksamkeit vollständig auf:
richten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, Aufmerksamkeit flexibler zu gestalten. Zum Beispiel durch:
Das bedeutet nicht, die Behandlung nicht mehr wahrzunehmen. Es bedeutet, dass nicht jeder Reiz die gesamte Aufmerksamkeit bestimmen muss.
Ein wichtiger therapeutischer Schwerpunkt kann sein, wieder mehr Sicherheit zu erleben.
Zum Beispiel durch:
Gerade für Menschen mit hoher Kontrollverlustangst kann das Erleben wichtig sein:
„Ich kann etwas tun.“
Manche Menschen haben frühere Zahnbehandlungen als sehr belastend erlebt. Nicht jede unangenehme Behandlung ist automatisch ein Trauma.
Aber bestimmte Erfahrungen können langfristig zu:
führen.
Eine hypnotherapeutische Behandlung sollte hier sorgfältig und nicht suggestiv vorgehen. Es geht nicht darum, vermeintlich „verdrängte Erinnerungen“ zu suchen.
Es geht darum, mit vorhandenen belastenden Erfahrungen therapeutisch verantwortungsvoll umzugehen.
Selbsthypnose ist für viele Patientinnen und Patienten besonders interessant, weil sie eine Fähigkeit vermittelt, die später selbstständig eingesetzt werden kann.
Das kann ein wichtiger Unterschied sein.
Die Patientin oder der Patient wird nicht passiv „hypnotisiert“.
Stattdessen wird eine eigene Methode erlernt.
Selbsthypnose kann beispielsweise helfen:
Gerade bei Zahnarztangst ist dieser Punkt zentral.
Selbsthypnose bedeutet nicht:
„Ich gebe mich völlig ab.“
Sie kann vielmehr bedeuten:
„Ich habe eine Fähigkeit, die ich selbst einsetzen kann.“
Patientinnen und Patienten können lernen:
Damit kann Selbsthypnose zu einem Werkzeug der Selbstwirksamkeit werden.
Die Anwendung während einer Zahnbehandlung sollte vorher geübt und mit der behandelnden Zahnarztpraxis abgestimmt werden. Notwendige Lokalanästhesie, Sedierung oder andere medizinische Maßnahmen werden dadurch nicht ersetzt.
Die Vorbereitung kann bereits vor dem eigentlichen Behandlungstag beginnen.
Eine persönliche Selbsthypnose kann beispielsweise genutzt werden:
Mögliche Ziele sind:
Selbsthypnose ersetzt dabei nicht die Kommunikation mit der behandelnden Zahnarztpraxis.
Gerade bei ausgeprägter Angst kann es sinnvoll sein, die Angst vorab offen anzusprechen.
Je nach individueller Situation kann eine zuvor eingeübte Selbsthypnose auch während einer Behandlung genutzt werden.
Zum Beispiel durch:
Wichtig ist:
Die Methode sollte vorher ausreichend vertraut sein.
Der Zahnarzttermin ist nicht unbedingt der ideale Moment, eine neue Selbsthypnosetechnik zum ersten Mal auszuprobieren.
Hypnose kann die Schmerzverarbeitung beeinflussen.
Daraus darf jedoch nicht pauschal geschlossen werden:
„Mit Hypnose braucht man keine Betäubung.“
Eine notwendige zahnmedizinische Schmerzausschaltung oder Lokalanästhesie wird durch Hypnose nicht grundsätzlich ersetzt.
Hypnotische Verfahren können ergänzend eingesetzt werden, beispielsweise um:
Die zahnmedizinische Entscheidung über notwendige Anästhesie und Schmerzbehandlung bleibt davon unberührt.
Ein ausgeprägter Würgereiz kann Zahnbehandlungen erheblich erschweren. Dabei können unterschiedliche Faktoren beteiligt sein. Zum Beispiel:
Ein Würgereiz ist nicht automatisch psychisch verursacht. Wenn Angst und innere Anspannung eine relevante Rolle spielen, können hypnotische Verfahren und Selbsthypnose jedoch ergänzend genutzt werden. Mögliche Ziele sind:
Auch hier gilt: Eine medizinische oder zahnmedizinische Ursache sollte nicht vorschnell psychologisiert werden.
Manche Menschen schämen sich:
Scham kann die Vermeidung verstärken.
Je länger eine Behandlung aufgeschoben wird, desto größer kann die Sorge werden:
„Jetzt werde ich bestimmt verurteilt.“
Eine psychosomatische Behandlung kann helfen, diesen Kreislauf zu verstehen und einen realistischen nächsten Schritt vorzubereiten.
Zahnarztangst ist kein persönliches Versagen.
Bruxismus bezeichnet Aktivitäten der Kaumuskulatur.
Dazu können gehören:
Heute wird zwischen Wachbruxismus und Schlafbruxismus unterschieden.
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Denn Zähnepressen am Tag ist nicht einfach dasselbe wie nächtlicher Bruxismus.
Beim Wachbruxismus können beispielsweise auftreten:
Viele Menschen bemerken solche Muster zunächst kaum.
Sie treten möglicherweise auf:
Der erste Schritt kann deshalb sein, das eigene Verhalten überhaupt wahrzunehmen.
Nicht im Sinne ständiger ängstlicher Selbstbeobachtung.
Sondern als hilfreiche Frage:
„Was macht mein Kiefer gerade?“
Schlafbruxismus findet während des Schlafs statt.
Er kann deshalb nicht einfach durch den bewussten Vorsatz beendet werden:
„Heute Nacht knirsche ich nicht.“
Schlafbruxismus ist ein komplexes Geschehen und darf nicht auf Stress allein reduziert werden.
Auch deshalb wäre die Aussage:
„Zähneknirschen ist immer psychisch.“
falsch.
Stress und psychische Belastung können Zusammenhänge mit Bruxismus zeigen.
Sie erklären jedoch nicht jeden Fall.
Eine zahnärztliche und gegebenenfalls weitere medizinische Einordnung bleibt wichtig.
Bei Wachbruxismus kann es hilfreich sein, automatische Muster früher zu erkennen.
Zum Beispiel:
Ein therapeutisches Ziel kann sein, den Ablauf früher wahrzunehmen.
Dann entsteht möglicherweise mehr Handlungsspielraum zwischen:
Anspannung
und
automatischem Pressen.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können hier ergänzend mit:
arbeiten.
Die spezifische wissenschaftliche Evidenz für Hypnose bei Bruxismus ist begrenzt.
Deshalb sollte nicht versprochen werden:
„Hypnose stoppt Zähneknirschen.“
Ein realistischer hypnotherapeutischer Ansatz kann sich richten auf:
Besonders bei Wachbruxismus kann die bewusste Wahrnehmung automatisierter Muster therapeutisch relevant sein.
Viele Menschen bemerken erst spät, dass sie:
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen, die Wahrnehmung zu differenzieren. Zum Beispiel:
Ziel ist nicht permanente Kontrolle. Ziel ist frühere Wahrnehmung.
Wenn ein Pressmuster häufig automatisch auftritt, kann ein Ziel sein, neue Reaktionsmöglichkeiten aufzubauen.
Zum Beispiel:
Hypnose kann dabei als ergänzendes Verfahren zur Verankerung solcher neuen Reaktionsmöglichkeiten eingesetzt werden.
Wenn Stress und innere Anspannung individuell eine deutliche Rolle spielen, kann die Regulation dieser Zustände ein wichtiger therapeutischer Ansatzpunkt sein.
Mögliche Ziele sind:
Bruxismus kann unter anderem mit:
verbunden sein.
Deshalb kann eine zahnärztliche Diagnostik notwendig sein.
Je nach individueller Situation können unterschiedliche Behandlungsansätze relevant sein.
Hypnotherapie ersetzt keine:
CMD ist ein Sammelbegriff für verschiedene Beschwerden und Funktionsstörungen des Kausystems.
Mögliche Symptome können sein:
Nicht jede Person mit CMD hat dieselben Beschwerden.
Und nicht jede CMD hat dieselben Ursachen.
Auch bei CMD muss eine vorschnelle Psychologisierung vermieden werden. Beschwerden im Kausystem können unterschiedliche:
Faktoren umfassen. Stress kann eine Rolle spielen. Muskelanspannung kann eine Rolle spielen. Bruxismus kann eine Rolle spielen. Schmerzverarbeitung kann eine Rolle spielen. Aber: Nicht jede CMD entsteht durch Stress. Und: Nicht jeder Kieferschmerz ist psychosomatisch.
Eine zahnärztliche beziehungsweise funktionsdiagnostische Einordnung bleibt wichtig.
Bei chronischen Kieferbeschwerden kann ein Kreislauf entstehen.
Zum Beispiel:
Nicht jeder Mensch erlebt diesen Ablauf.
Aber wenn Angst, Aufmerksamkeit und Anspannung die Beschwerden zusätzlich verstärken, können diese Prozesse therapeutisch relevant sein.
Chronische Beschwerden können dazu führen, dass Betroffene ihren Kiefer ständig überprüfen.
• Knackt es?
• Ist er gerade schief?
• Habe ich wieder gepresst?
• Wird der Schmerz stärker?
• Darf ich diese Bewegung machen?
• Ist das gefährlich?
Eine gewisse Beobachtung kann sinnvoll sein.
Übermäßige Kontrolle kann jedoch dazu führen, dass der Kiefer immer stärker im Mittelpunkt steht.
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen, die Aufmerksamkeit wieder flexibler zu gestalten.
Nicht um Beschwerden zu ignorieren.
Sondern damit der Kiefer nicht jede Minute des Tages kontrolliert werden muss.
Bei CMD kann medizinische Hypnotherapie besonders dort ergänzend eingesetzt werden, wo:
eine relevante Rolle spielen.
Mögliche therapeutische Ziele sind:
Die spezifische Hypnoseforschung bei CMD beziehungsweise temporomandibulären Beschwerden ist bislang begrenzt.
Deshalb wird Hypnotherapie als ergänzender Ansatz eingeordnet.
Manche Menschen halten ihre Kaumuskulatur über lange Zeit angespannt, ohne dies bewusst zu bemerken.
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen:
Chronische Schmerzen können Aufmerksamkeit stark binden.
Hypnotherapeutische Verfahren können mit:
arbeiten.
Das Ziel ist nicht, den Schmerz als unwirklich darzustellen.
Es geht darum, den Umgang mit Schmerz und die damit verbundene Belastung zu beeinflussen.
Wer wiederholt Schmerzen erlebt, kann beginnen, bestimmte Bewegungen zu vermeiden oder ständig zu überprüfen.
Je nach individueller Situation kann es therapeutisch sinnvoll sein, mit:
zu arbeiten.
Dabei muss eine medizinisch notwendige Schonung von angstbedingter Vermeidung unterschieden werden.
Je nach Beschwerdebild können verschiedene Fachrichtungen beteiligt sein.
Zum Beispiel:
Medizinische Hypnotherapie ist deshalb nicht als alleinige Universalbehandlung zu verstehen.
Sie kann ein Baustein innerhalb eines individuell abgestimmten Behandlungskonzeptes sein.
Medizinische Hypnotherapie ersetzt keine:
Sie kann diese Behandlungen ergänzen, wenn ein sinnvoller psychosomatischer oder psychotherapeutischer Ansatzpunkt besteht.
Eine seriöse Behandlung verspricht nicht:
Auch die Aussagen:
„Bruxismus ist immer Stress.“
oder:
„CMD ist psychisch.“
wären medizinisch zu pauschal.
Die wissenschaftliche Einordnung unterscheidet sich je nach Beschwerdebild.
Hypnose wurde in verschiedenen Studien zur Reduktion von Angst und Belastung im zahnmedizinischen Kontext untersucht. Die Ergebnisse sind insgesamt interessant, aber nicht einheitlich. Unterschiede bestehen unter anderem hinsichtlich:
Deshalb sollte Hypnose nicht als garantierte Behandlung einer Zahnbehandlungsphobie dargestellt werden. Sie kann jedoch bei ausgewählten Patientinnen und Patienten als ergänzender Ansatz zur Angst- und Stressregulation sinnvoll sein.
Die spezifische Evidenz für Hypnose bei Bruxismus ist begrenzt.
Aktuelle Empfehlungen zum Bruxismus berücksichtigen insbesondere:
Für Hypnose allein lässt sich derzeit keine sichere allgemeine Wirksamkeitsaussage ableiten.
Auch bei CMD und chronischen orofazialen Schmerzen gibt es Untersuchungen zu hypnotischen Verfahren.
Die Ergebnisse sind teilweise vielversprechend.
Die Studienlage ist jedoch deutlich kleiner und heterogener als beispielsweise die Hypnoseforschung bei Schmerz insgesamt.
Die seriöse Einordnung lautet deshalb:
Medizinische Hypnotherapie kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten ein ergänzender Ansatz sein, insbesondere wenn Angst, Muskelanspannung, Stress, Schmerzaufmerksamkeit und Selbstregulation therapeutisch relevante Ziele sind.
Die maßgeblichen Leitlinien und wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten finden Sie im Quellenblock am Ende dieser Seite.
Eine hypnotherapeutische Begleitung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie:
Entscheidend ist nicht allein die Diagnose.
Entscheidend ist das konkrete Behandlungsziel.
Hypnotherapie ist nicht die richtige oder allein ausreichende Behandlung bei:
In akuten zahnmedizinischen Situationen steht die entsprechende Behandlung im Vordergrund.
Dieser Punkt ist besonders wichtig.
Zahnschmerzen können beispielsweise auf:
zurückgehen.
Sie dürfen nicht vorschnell als: „Stress“ oder: „psychosomatisch“ eingeordnet werden. Hypnotherapie darf notwendige zahnärztliche Diagnostik nicht verzögern.
Zunächst geht es darum, Ihre individuelle Situation zu verstehen.
Je nach Beschwerdebild können besprochen werden:
Gemeinsam wird geklärt:
Bei Zahnarztangst kann betrachtet werden:
Bei Bruxismus oder CMD kann betrachtet werden:
Mögliche Ziele können sein:
Je nach Behandlungsziel können eingesetzt werden:
Die Behandlung wird individuell angepasst.
Wenn es zum Behandlungsziel passt, kann eine persönliche Selbsthypnose entwickelt werden.
Mögliche Einsatzbereiche sind:
Im Verlauf wird gemeinsam betrachtet:
Eine Heilung kann nicht versprochen werden.
Medizinische Hypnotherapie kann helfen, Angst, körperliche Anspannung und Kontrollverlustangst zu beeinflussen.
Bei einer ausgeprägten Zahnbehandlungsphobie kann eine umfassendere psychotherapeutische Angstbehandlung notwendig sein.
Darauf sollte man sich nicht verlassen.
Hypnose ersetzt eine medizinisch notwendige Lokalanästhesie nicht grundsätzlich.
Die Entscheidung über die zahnmedizinische Schmerzausschaltung trifft die behandelnde Zahnärztin beziehungsweise der behandelnde Zahnarzt.
Nein.
Medizinische Hypnose zielt nicht auf Willenlosigkeit oder Kontrollverlust.
Gerade bei Zahnarztangst kann ein wichtiges Ziel sein, Selbstregulation und das Gefühl eigener Handlungsmöglichkeiten zu stärken.
Ja, eine zuvor eingeübte Selbsthypnose kann je nach individueller Situation während einer Zahnbehandlung genutzt werden.
Sie sollte möglichst vor dem Termin ausreichend vertraut sein.
Wenn Angst, Anspannung und Aufmerksamkeit den Würgereiz zusätzlich verstärken, können hypnotische Verfahren bei ausgewählten Patientinnen und Patienten erprobt werden. Die Evidenz besteht überwiegend aus klinischer Erfahrung, Übersichten und Einzelfallberichten.
Eine vollständige oder garantierte Beseitigung des Würgereizes kann nicht versprochen werden.
Nein.
Bruxismus ist ein komplexes Geschehen.
Stress und psychische Belastung können insbesondere bei manchen Menschen eine Rolle spielen, erklären aber nicht jeden Fall.
Wachbruxismus bezeichnet bestimmte Aktivitäten der Kaumuskulatur während des Wachzustands.
Schlafbruxismus tritt während des Schlafs auf.
Die beiden Formen sollten nicht einfach gleichgesetzt werden.
Eine sichere Beendigung von Bruxismus durch Hypnose kann nicht versprochen werden.
Besonders bei Wachbruxismus kann hypnotherapeutische Arbeit ergänzend dabei unterstützen, Kieferanspannung und Pressmuster früher wahrzunehmen sowie alternative Reaktionen einzuüben. Für Schlafbruxismus lässt sich daraus keine entsprechende Wirksamkeitsaussage ableiten.
Eine Heilung von CMD durch Hypnose kann nicht versprochen werden.
CMD umfasst unterschiedliche Beschwerden und mögliche Ursachen.
Hypnotherapie kann ergänzend bei Muskelanspannung, Stress, Schmerzbelastung, Aufmerksamkeit und Selbstregulation eingesetzt werden.
Ob eine Schiene medizinisch sinnvoll ist, muss zahnärztlich beurteilt werden.
Hypnotherapie ersetzt keine medizinisch indizierte Schienentherapie.
Der Schwerpunkt der Praxis liegt auf der hypnotherapeutischen Vorbereitung, Angstregulation und dem Erlernen von Selbsthypnose.
Die eigentliche zahnärztliche Behandlung findet in der behandelnden Zahnarztpraxis statt.
Zahnarztangst, Bruxismus und CMD sind unterschiedliche Beschwerdebilder.
Sie dürfen nicht auf eine einzige psychische Ursache reduziert werden.
Bei Zahnarztangst kann Angst eine medizinisch notwendige Behandlung erschweren oder verhindern.
Bei Bruxismus können automatisierte Muskelaktivitäten und unterschiedliche Einflussfaktoren eine Rolle spielen.
Bei CMD können körperliche, funktionelle, schmerzbezogene und psychosoziale Faktoren miteinander in Wechselwirkung stehen.
Medizinische Hypnotherapie setzt deshalb nicht bei der vereinfachten Vorstellung an:
„Das ist alles nur Stress.“
Sondern bei der differenzierteren Frage:
„Welche Anteile der individuellen Belastung können therapeutisch beeinflusst werden?“
Vielleicht ist es die Angst vor dem Zahnarztstuhl.
Vielleicht das Gefühl von Kontrollverlust.
Vielleicht ein automatisiertes Pressmuster am Tag.
Vielleicht eine chronische Kieferanspannung.
Vielleicht die ständige Aufmerksamkeit auf Schmerzen.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können hier einen ergänzenden Zugang bieten.
Nicht als Ersatz für Zahnmedizin.
Nicht als Garantie.
Nicht als „Weg-Hypnose“ von Angst, Bruxismus oder CMD.
Sondern als ärztlich verantwortete Unterstützung bei Angstregulation, Selbstwahrnehmung, Anspannung, Schmerzverarbeitung und Selbstwirksamkeit.
Sie leiden unter Zahnarztangst, ausgeprägter Kieferanspannung, Zähnepressen oder CMD-Beschwerden und möchten wissen, ob medizinische Hypnotherapie oder Selbsthypnose für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein kann?
In einem Erstgespräch können Ihre Beschwerden, die bisherige zahnärztliche beziehungsweise medizinische Diagnostik und Ihre persönlichen Behandlungsziele sorgfältig eingeordnet werden.
Arztpraxis Dunja Schmidt
Wilhelmstraße 13
46483 Wesel
Anwendungsbereiche & Beschwerden
Sie haben Schmerzen und keiner findet etwas. Ihre Erkrankung belastet Sie psychisch und Sie wissen nicht genau wo Sie ansetzen sollten, um Ihr Anliegen richtig zu adressieren?!
Die Übersichtsseite mit Anwendungsbereichen und Beschwerden für med. Hypnose kann Ihnen helfen den Einstieg zum für Sie relevanten Thema und den Weg zum entsprechenden Inhalt auf meiner Webseite schneller zu finden.
Somatoforme Beschwerden…
…sind körperliche Beschwerden ohne ausreichenden Befund und müssen trotz fehlender Erklärung und Diagnostik ernst genommen werden, da sie real und nicht eingebildet sind.
Körperliche Erkrankungen & psychische Faktoren
Bei stresssensitiven Erkrankungen kann medizinische Hypnose helfen, Stressreaktionen zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verändern und den Umgang mit Beschwerden zu verbessern.
Schwere Erkrankungen & Krankheitsverarbeitung
Tumorerkrankungen, Multiple Sklerose, koronare Herzerkrankung, neurologische Erkrankungen, Long COVID / ME/CFS, Dialyse, Transplantation oder intensivmedizinische Erfahrungen können seelisch stark belasten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, innere Stabilität, Körpervertrauen und Selbstregulation zu stärken.
Migräne & Hypnose
Migräne ist real und neurologisch ernst zu nehmen.
Medizinische Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Stress, Schmerzverarbeitung, Anspannung, Körperwahrnehmung und Krankheitsbewältigung eine Rolle spielen.
Reizdarm & Darmerkrankungen
Bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und funktionellen Darmbeschwerden können Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Schamgefühl und Kontrollverlust den Alltag stark beeinträchtigen.
Hypnotherapeutische Verfahren können hilfreich sein, um Körperwahrnehmung, Stressreaktionen, die Darm-Hirn-Achse und den Umgang mit Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Tinnitus & Hypnose
Tinnitus ist nicht eingebildet, sondern real. Ein stark belastender chronischer Tinnitus kann das Leben erheblich beeinträchtigen.
Sie möchten wissen, ob medizinische Hypnose für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein kann?
Dann sind Sie hier richtig und können auf der Unterseite weiter lesen.
Neurodermitis & Hypnose
Bei Neurodermitis können Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme, Schamgefühl und Stress einander bedingen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung benötigt weiterhin eine dermatologische Behandlung.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit auf Juckreiz, Kratzimpulse, Stressregulation und alternative Reaktionen zu bearbeiten.
Allergien & Hypnose
Allergien sind Erkrankungen, die immunologisch vermittelt und nicht durch psychische Belastung verursacht werden.
Stress und innere Anspannung können bei manchen Betroffenen jedoch das subjektive Beschwerdeerleben, die Aufmerksamkeit auf Symptome und den Umgang mit der Erkrankung beeinflussen.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die allergische Sensibilisierung und ersetzt keine allergologische Behandlung.
Sie kann ergänzend bei Stressregulation, Krankheitsbewältigung und zur besseren Selbstregulation eingesetzt werden.
Zahnarztangst, Bruxismus & CMD
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können ergänzend dabei unterstützen, Angst und Anspannung zu regulieren sowie beim Wachbruxismus Pressmuster früher wahrzunehmen und alternative Reaktionen einzuüben.
Essstörungen & belastetes Essverhalten
Essstörungen und belastetes Essverhalten sind keine Frage von Disziplin oder Willenskraft.
Sie können mit Scham, Körperablehnung, innerer Anspannung, Selbstwertproblemen, Kontrollverlust, Angst, depressiven Symptomen und körperlichen Risiken verbunden sein.
Medizinische Hypnotherapie kann hier nur ergänzend und sorgfältig eingeordnet eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Selbstwert, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Scham, Essdruck, Kontrollverlust und innere Sicherheit.
Chronische Schmerzen & Hypnose
Chronische Schmerzen sind real.
Auch wenn kein ausreichender organischer Befund existiert, können Nervensystem, Verarbeitung von Stress, Aufmerksamkeit und Schmerzgedächtnis eine zentrale Rolle spielen.
Mental Wellness durch Selbsthypnose
Selbsthypnose für innere Ruhe und Stressregulation:
Ein ärztlich geleitetes Gruppenangebot, das darauf zielt, Handlungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Resilienz im Alltag zu fördern.
Raucherentwöhnung mit Hypnose
Mit dem Rauchen aufhören. Den Rauchstopp mit medizinischer Hypnose unterstützen:
Strukturiertes Angebot zu Gewohnheiten, Auslösern, Stress und Rückfallprophylaxe.
Als Einzeltherapie oder in Kleingruppe.
Mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose
Ärztlich angeleitetes Gruppenangebot für Menschen mit med. abgeklärten chronischen Schmerzen, die Selbsthypnose erlernen möchten.
Ziele:
Selbsthypnose lernen
Selbsthypnose ist kein magisches Verfahren, sondern ein erlernbares Werkzeug.
Medizinisch angeleitete Selbsthypnose sicher und individuell lernen:
Eine trainierbare Methode für mehr Selbstregulation & Handlungsmöglichkeiten, deren Nutzen vom Ziel, der Indikation und der persönlichen Situation abhängt.
Selbsthypnose & Gruppenangebote
Selbsthypnose ist keine passive Behandlung und keine besondere „Begabung“, sondern:
Eine erlernbare Methode zur bewußten Arbeit mit:
Gruppenangebote zu den Themenbereichen Raucherentwöhnung, Mental Wellness, und „mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose“ ermöglichen Ihnen das strukturierte Erlernen und Einüben solcher Fähigkeiten in einem klar definierten Rahmen.
Was ist medizinische Hypnose?
Medizinische Hypnose verständlich erklärt: Trance, fokussierte Aufmerksamkeit, Suggestion, Kontrolle sowie Unterschiede zu Schlaf und Showhypnose.
Hypnosearten im Überblick
Klassische, ericksonsche und weitere Hypnosearten verständlich erklärt – mit Einsatzgebieten, Unterschieden sowie medizinischen und ethischen Grenzen.
Showhypnose vs. medizinische Hypnose
Medizinische Hypnose und Show-Hypnose unter-scheiden sich deutlich. Erfahren Sie mehr über Ziele, Rahmen, Kontrolle, Ethik und therapeutische Verantwortung.
Ablauf einer Hypnotherapie
Wie eine medizinische Hypnotherapie abläuft: Erstgespräch, Indikationsprüfung, Zielklärung, Hypnose, Rückorientierung, Nachbesprechung und Selbsthypnose.
Grenzen & Kontraindikationen
Wann medizinische Hypnose ungeeignet oder nur nach sorgfältiger Abklärung sinnvoll ist – mit Hinweisen zu Krisen, Psychosen, Dissoziation und Diagnostik.
Wissenschaftliche Grundlagen
Was die Forschung über medizinische Hypnose zeigt:
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Kontrolle, Erinnerung, Wirksamkeit, Risiken, Sitzungsdauer, Selbsthypnose und dem Ablauf einer medizinischen Hypnotherapie.
Wissen & Fragen Übersicht
Diese Seite bietet Orientierung über die aufbereiteten Wissensbereiche bezüglich medizinischer Hypnotherapie.
Honorar
Informieren Sie sich über entstehende Kosten und anfallende Honorare.
Kontakt & Anfahrt
Kontaktieren Sie die Praxis Dunja Schmidt in Wesel für ein Erstgespräch. Hier finden Sie Adresse, Telefon, E-Mail, Sprechzeit, Anfahrt und Parkhinweise.
Über mich
Erfahren Sie etwas über mich: Dunja Schmidt, Ärztin, Zahnärztin und medizinische Hypnotherapeutin in Wesel mit Schwerpunkt psychosomatische Gesundheit und Selbstregulation.