Impressionen Praxis Dunja Schmidt
Juckreiz kann zermürbend sein.
Er kann die Aufmerksamkeit vollständig binden, den Schlaf unterbrechen und das Gefühl vermitteln, der eigenen Haut ausgeliefert zu sein.
Bei Neurodermitis erleben viele Betroffene nicht nur sichtbare Hautveränderungen, sondern auch:
Besonders belastend kann ein Kreislauf werden, bei dem Juckreiz zum Kratzen führt, das Kratzen die Haut zusätzlich reizt und dadurch erneut Juckreiz entstehen oder verstärkt werden kann.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend dabei unterstützen, mit Juckreiz, Kratzimpulsen, innerer Anspannung und der psychischen Belastung durch die Erkrankung anders umzugehen.
Dabei ist eine wichtige Grenze klar:
Hypnotherapie behandelt nicht die entzündliche Grunderkrankung selbst.
Sie ersetzt keine dermatologische Diagnostik, keine notwendige Hautpflege und keine medizinische Behandlung der Neurodermitis.
Sie kann jedoch ein ergänzender therapeutischer Ansatz sein, wenn Stress, Aufmerksamkeit, Schlafprobleme, Juckreizwahrnehmung und automatisierte Kratzreaktionen die Belastung zusätzlich verstärken.
Juckreiz ist nicht einfach ein unangenehmes Hautgefühl.
Starker oder dauerhafter Juckreiz kann nahezu jeden Lebensbereich beeinflussen.
Während eines Gesprächs.
Bei der Arbeit.
Beim Einschlafen.
Mitten in der Nacht.
In öffentlichen Situationen.
In Momenten, in denen man eigentlich zur Ruhe kommen möchte.
Viele Betroffene kennen Gedanken wie:
Je häufiger Juckreiz auftritt, desto stärker kann sich die Aufmerksamkeit auf die Haut richten.
Jede kleine Veränderung wird beobachtet.
Jede Empfindung überprüft.
Jeder neue Juckreiz kann Sorge auslösen.
So kann die Erkrankung zunehmend mehr Raum im Alltag einnehmen.
Neurodermitis wird medizinisch auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnet.
Sie ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit einem häufig wechselhaften Verlauf.
Die Erkrankung ist real.
Sie ist nicht eingebildet.
Sie ist nicht einfach „psychisch verursacht“.
Und sie entsteht nicht deshalb, weil ein Mensch zu viel Stress hat oder emotionale Probleme nicht ausreichend verarbeitet.
Bei Neurodermitis wirken verschiedene Faktoren zusammen.
Dazu können unter anderem gehören:
Psychische Belastung kann bei manchen Menschen zusätzlich eine Rolle dabei spielen, wie Beschwerden erlebt werden und wie stark Stress, Juckreiz, Schlaf und Krankheitsbelastung sich gegenseitig beeinflussen.
Das ist etwas anderes als die Behauptung:
„Die Neurodermitis ist psychisch verursacht.“
Eine solche Vereinfachung wäre medizinisch nicht angemessen.
Auch diese Unterscheidung ist wichtig.
Neurodermitis sollte nicht vereinfachend als Autoimmunerkrankung bezeichnet werden.
Sie ist eine komplexe chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der verschiedene biologische Mechanismen zusammenwirken können.
Für die psychosomatische Behandlung bedeutet das:
Die entzündliche Hauterkrankung wird nicht psychotherapeutisch „wegbehandelt“.
Medizinische Hypnotherapie setzt vielmehr an den Bereichen an, die zusätzlich beeinflussbar sein können.
Zum Beispiel:
Viele Menschen mit Neurodermitis erleben, dass sich ihre Beschwerden in belastenden Zeiten verändern. Mögliche Belastungsphasen können sein:
Das bedeutet nicht, dass Stress die Neurodermitis allein verursacht. Und nicht jeder Schub lässt sich durch eine psychische Belastung erklären. Aber Stress kann bei manchen Betroffenen dazu beitragen, dass:
Gleichzeitig kann die Neurodermitis selbst erheblichen Stress erzeugen.
Es handelt sich vielmehr um eine mögliche Wechselwirkung:
Die Erkrankung kann Stress erzeugen — und Stress kann die Belastung durch die Erkrankung zusätzlich verstärken.
Einer der wichtigsten Ansatzpunkte bei Neurodermitis ist der sogenannte Juckreiz-Kratz-Kreislauf.
Er kann vereinfacht so aussehen:
Dieser Kreislauf kann sich immer wieder wiederholen.
Wichtig ist:
Der Kratzimpuls ist keine Frage mangelnder Disziplin.
Menschen kratzen nicht deshalb, weil sie „zu wenig Willenskraft“ haben.
Ein starker Juckreiz kann einen sehr unmittelbaren und schwer zu unterdrückenden Handlungsimpuls auslösen.
Deshalb greift der Rat: „Kratzen Sie einfach nicht“ häufig zu kurz.
Therapeutisch sinnvoller ist die Frage:
Wie kann zwischen Juckreiz und automatischer Kratzreaktion wieder mehr Handlungsspielraum entstehen?
Kratzen ist nicht einfach ein „Fehlverhalten“.
Es kann zunächst tatsächlich als entlastend erlebt werden.
Der Körper reagiert auf ein unangenehmes Signal.
Durch das Kratzen verändert sich die Wahrnehmung kurzfristig.
Gerade deshalb kann sich die Reaktion immer stärker automatisieren.
Aus:
„Es juckt.“
wird möglicherweise fast unmittelbar:
„Ich kratze.“
Dieser Ablauf kann mit der Zeit sehr schnell stattfinden.
Manchmal beginnt das Kratzen sogar, bevor es bewusst wahrgenommen wird.
Hypnotherapeutische Arbeit kann hier ansetzen, indem Wahrnehmung und Reaktion stärker voneinander unterschieden werden.
Das Ziel ist nicht:
„Ich darf nie wieder kratzen.“
Sondern:
„Ich kann lernen, den Juckreiz früher wahrzunehmen und mehr Möglichkeiten zu entwickeln, bevor ich automatisch reagiere.“
Unsere Aufmerksamkeit beeinflusst, welche Körpersignale besonders stark in den Vordergrund treten.
Ein einfaches Beispiel:
Sobald über Juckreiz gesprochen wird, beginnen manche Menschen bereits, ihre Haut stärker wahrzunehmen.
Das bedeutet nicht, dass Aufmerksamkeit den Juckreiz erfindet.
Der Juckreiz ist real.
Aber Aufmerksamkeit kann beeinflussen, wie präsent und dominant ein vorhandenes Körpergefühl erlebt wird.
Wer häufig starken Juckreiz erlebt, beobachtet die Haut verständlicherweise besonders genau.
Gedanken können entstehen wie:
Je stärker die Aufmerksamkeit auf den Juckreiz gebunden ist, desto schwieriger kann es werden, andere Wahrnehmungen in den Vordergrund treten zu lassen.
Medizinische Hypnotherapie kann deshalb mit gezielter Aufmerksamkeitslenkung arbeiten.
Nicht um den Juckreiz zu verleugnen.
Sondern um die Fähigkeit zu stärken, Aufmerksamkeit flexibler zu steuern.
Juckreiz wird nicht nur an der Haut erlebt.
Wie andere Körperempfindungen wird auch Juckreiz im Nervensystem verarbeitet.
Dabei können verschiedene Ebenen zusammenwirken:
Ein Juckreiz, der bereits hundertmal zu belastenden Nächten geführt hat, kann eine andere emotionale Bedeutung bekommen als ein vorübergehendes harmloses Hautgefühl.
Bereits die Wahrnehmung kann dann Gedanken auslösen wie:
„Nicht schon wieder.“
„Heute werde ich wieder nicht schlafen.“
„Jetzt wird die Haut bestimmt schlimmer.“
Dadurch können Frustration, Angst und Anspannung zunehmen.
Das bedeutet nicht, dass die Gedanken die Neurodermitis verursachen.
Aber die zusätzliche emotionale Alarmreaktion kann die Belastung erheblich erhöhen.
Nächtlicher Juckreiz kann besonders belastend sein. Am Tag gibt es viele äußere Reize. In der Nacht wird es ruhig.
Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf den Körper.
Juckreiz kann dann deutlicher wahrgenommen werden.
Möglicherweise entsteht ein Kreislauf:
Manche Menschen entwickeln zusätzlich die Sorge:
„Ich werde heute Nacht wieder nicht schlafen können.“
Allein diese Erwartung kann vor dem Zubettgehen zu zusätzlicher Anspannung führen.
Hypnotherapeutische Arbeit kann deshalb auch die Schlafvorbereitung einbeziehen.
Mögliche Ziele sind:
Hypnotherapie behandelt jedoch keine medizinischen Ursachen einer Schlafstörung und kann störungsfreien Schlaf nicht garantieren.
Die Haut ist sichtbar. Deshalb können Hauterkrankungen eine besondere soziale und emotionale Belastung darstellen.
Betroffene können sich fragen:
Mögliche Folgen können sein:
Nicht jede Person erlebt diese Belastungen.
Aber wenn die Erkrankung zunehmend das Selbstbild und das soziale Leben bestimmt, sollte auch dieser Teil ernst genommen werden.
Eine psychosomatische Behandlung schaut deshalb nicht nur auf:
„Wie stark juckt die Haut?“
Sondern auch:
„Wie stark bestimmt die Erkrankung Ihr Leben?“
Chronisch verlaufende Erkrankungen können Unsicherheit erzeugen.
Gerade wenn die Beschwerden schwanken, entsteht möglicherweise der Wunsch, jeden möglichen Auslöser zu kontrollieren.
Die Suche nach Auslösern kann medizinisch sinnvoll sein.
Wenn jedoch ständig versucht wird, jede Veränderung vollständig zu kontrollieren, kann dies zusätzlichen Stress erzeugen.
Ein therapeutisches Ziel kann deshalb sein, zwischen sinnvoller Selbstbeobachtung und dauerhafter Alarmbereitschaft zu unterscheiden.
Denn vollständige Kontrolle über eine chronische Erkrankung ist häufig nicht möglich.
Mehr Selbstwirksamkeit bedeutet deshalb nicht:
„Ich muss jeden Schub verhindern können.“
Sondern:
„Ich kann lernen, mit Beschwerden, Unsicherheit und Belastung besser umzugehen.“
Medizinische Hypnotherapie kann bei Neurodermitis an verschiedenen beeinflussbaren Bereichen ansetzen.
Mögliche therapeutische Ziele sind:
Wichtig ist:
Die Hypnotherapie behandelt nicht die entzündliche Hauterkrankung selbst.
Sie setzt dort an, wo Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Verhalten, Anspannung und psychische Belastung therapeutisch beeinflussbar sein können.
Juckreiz kann sehr dominant sein.
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen, die Wahrnehmung differenzierter zu gestalten.
Zum Beispiel kann erkundet werden:
Das Ziel ist nicht, sich einzureden:
„Es juckt nicht.“
Sondern die Wahrnehmung flexibler zu gestalten.
Ein wichtiger Behandlungsansatz kann sein, den Moment zwischen: Juckreiz und Kratzen wieder bewusster wahrzunehmen. Dieser Moment kann zunächst sehr kurz sein. Hypnotherapeutische Arbeit kann dabei unterstützen:
Welche Alternativen hilfreich sind, ist individuell. Es geht nicht um starre Verbote.
Ein therapeutischer Prozess soll nicht aus dem inneren Befehl bestehen:
„Ich darf auf keinen Fall kratzen.“
Ein solches Verbot kann zusätzliche Anspannung erzeugen.
Ziel ist vielmehr, mehr Wahlmöglichkeiten zu entwickeln.
Wer ständig unter Juckreiz leidet, richtet die Aufmerksamkeit verständlicherweise immer wieder auf die Haut.
Hypnotherapie kann helfen, den Aufmerksamkeitsfokus zu erweitern. Mögliche Ansätze sind:
Das Ziel ist nicht: „Ich darf meine Haut nicht mehr wahrnehmen.“
Sondern: „Meine Aufmerksamkeit darf auch wieder andere Dinge erreichen.“
Stress und innere Unruhe können die gesamte körperliche Belastung erhöhen.
Hypnotherapeutische Verfahren können genutzt werden, um einen leichter zugänglichen Zustand von Ruhe und Regulation aufzubauen.
Dabei kann beispielsweise gearbeitet werden mit:
Welche Form der hypnotherapeutischen Arbeit sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.
Neurodermitis kann in bestimmten Situationen besonders belastend sein.
Zum Beispiel:
Hypnotherapeutische Arbeit kann helfen, solche Situationen innerlich vorzubereiten.
Mögliche Ziele sind:
Der Suchbegriff „Juckreiz Hypnose“ kann leicht die Erwartung wecken:
„Der Juckreiz wird hypnotisch abgeschaltet.“
So sollte medizinische Hypnotherapie nicht dargestellt werden.
Juckreiz kann unterschiedliche körperliche Ursachen haben.
Bei Neurodermitis steht eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung im Hintergrund.
Hypnotherapie beseitigt diese Erkrankung nicht.
Sie kann jedoch dort ansetzen, wo das Erleben des Juckreizes zusätzlich beeinflusst wird durch:
Ein realistisches therapeutisches Ziel kann deshalb sein:
Der Juckreiz soll weniger automatisch mein gesamtes Erleben und Verhalten bestimmen.
Viele Menschen mit Neurodermitis kennen Selbstvorwürfe.
Solche Gedanken können zusätzliche Scham und Anspannung erzeugen.
Dabei ist der Kratzimpuls häufig sehr unmittelbar.
Er kann sich automatisieren.
Gerade nachts kann Kratzen teilweise erfolgen, ohne dass jede einzelne Bewegung bewusst gesteuert wird.
Deshalb ist eine Behandlung, die ausschließlich auf Selbstkontrolle setzt, häufig zu kurz gegriffen.
Hilfreicher kann sein:
Selbsthypnose kann ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein.
Sie ermöglicht, bestimmte therapeutische Fähigkeiten auch außerhalb der Praxis zu nutzen.
Eine individuelle Selbsthypnose kann beispielsweise enthalten:
Die konkrete Gestaltung wird individuell angepasst.
Selbsthypnose kann regelmäßig eingesetzt werden, um Phasen bewusster Regulation und Erholung aufzubauen.
Das kann besonders sinnvoll sein, wenn:
Selbsthypnose ist dabei kein Versprechen, einen Krankheitsschub zu verhindern.
Sie ist eine Methode zur Selbstregulation.
Selbsthypnose kann auch genutzt werden, wenn Juckreiz beginnt oder stärker in den Vordergrund tritt.
Mögliche Ziele sind:
Dabei gilt:
Selbsthypnose ist kein sicherer „Aus-Schalter“ für Juckreiz.
Sie kann jedoch dabei helfen, den Umgang mit dem Juckreiz zu verändern.
Wenn nächtlicher Juckreiz und die Sorge vor einer unruhigen Nacht eine große Rolle spielen, kann eine individuell entwickelte Selbsthypnose Teil der Schlafvorbereitung werden.
Zum Beispiel durch:
Auch hier gilt:
Selbsthypnose ist keine Garantie für ungestörten Schlaf.
Sie kann jedoch helfen, zusätzliche Anspannung vor dem Einschlafen zu reduzieren.
Ein problematisches Versprechen wäre:
„Mit Selbsthypnose können Sie einen Neurodermitisschub stoppen.“
Das lässt sich nicht seriös garantieren.
Selbsthypnose kann:
Sie ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung eines akuten Schubes.
Eine seriöse Behandlung verspricht nicht:
Auch Aussagen wie: „Ihre Haut zeigt ungelöste seelische Konflikte.“ oder „Wenn Sie Ihren Stress lösen, verschwindet die Neurodermitis.“ sind zu vereinfachend.
Neurodermitis ist eine komplexe körperliche Erkrankung. Psychische und psychosomatische Faktoren können die Belastung beeinflussen, sind aber nicht mit der alleinigen Ursache der Erkrankung gleichzusetzen.
Die spezifische Forschung zur Hypnose bei Neurodermitis ist deutlich kleiner als die Forschung zu anderen hypnotherapeutischen Anwendungsbereichen wie Schmerz oder medizinischen Eingriffen.
Es gibt klinische Untersuchungen und Hinweise darauf, dass hypnotische Verfahren bei einzelnen Patientinnen und Patienten beispielsweise:
günstig beeinflussen können.
Die bisherige Studienlage erlaubt jedoch keine pauschale Aussage: „Hypnose wirkt bei Neurodermitis.“ Und sie erlaubt erst recht keine Heilungsversprechen.
Die medizinisch seriöse Einordnung lautet deshalb:
Medizinische Hypnotherapie kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten als ergänzender Ansatz eingesetzt werden, wenn Juckreizwahrnehmung, Kratzimpulse, Stress, innere Anspannung und Krankheitsbelastung therapeutisch relevante Ziele sind.
Die maßgeblichen Leitlinien und wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten finden Sie im Quellenblock am Ende dieser Seite.
Diese Abgrenzung ist wichtig.
Medizinische Hypnotherapie ersetzt keine:
Die Behandlung der körperlichen Grunderkrankung bleibt zentral.
Hypnotherapie kann ergänzend dort eingesetzt werden, wo psychosomatische und psychotherapeutisch beeinflussbare Prozesse eine Rolle spielen.
Neurodermitis und Allergien können im Rahmen einer atopischen Veranlagung miteinander verbunden sein. Sie sind jedoch nicht dasselbe.
Ein Mensch mit Neurodermitis muss nicht zwangsläufig eine bestimmte Allergie haben. Und eine Allergie ist nicht automatisch Neurodermitis.
Deshalb werden beide Themen auf dieser Website bewusst getrennt behandelt.
Die Neurodermitis-Seite konzentriert sich insbesondere auf:
Die eigene Seite zu Allergien beschäftigt sich dagegen unter anderem mit:
Eine hypnotherapeutische Begleitung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie:
Entscheidend ist nicht allein die Diagnose Neurodermitis.
Entscheidend ist das konkrete Behandlungsziel.
Hypnotherapie ist nicht die richtige oder allein ausreichende Behandlung bei:
Auch neue oder deutlich veränderte Beschwerden sollten ärztlich beziehungsweise dermatologisch beurteilt werden.
Neurodermitis kann im Verlauf unterschiedliche Veränderungen zeigen.
Wenn sich der Hautzustand plötzlich deutlich verschlechtert oder ungewöhnlich verändert, sollte nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass „nur Stress“ die Ursache ist.
Eine ärztliche Beurteilung kann insbesondere wichtig sein bei:
Diese Aufzählung ersetzt keine individuelle medizinische Einschätzung.
Hypnotherapie darf notwendige Diagnostik nicht verzögern.
Zunächst geht es darum, Ihre individuelle Situation zu verstehen.
Besprochen werden können:
Gemeinsam wird geklärt:
Im nächsten Schritt kann genauer betrachtet werden:
Dabei geht es nicht um die Suche nach einer einzigen psychischen Ursache.
Ziel ist ein differenziertes Verständnis der individuellen Wechselwirkungen.
Mögliche Ziele können sein:
Je nach Behandlungsziel können eingesetzt werden:
Die Behandlung wird an die persönliche Situation angepasst.
Wenn es zum Behandlungsziel passt, kann eine persönliche Selbsthypnose entwickelt werden.
Ziel ist, dass die therapeutische Arbeit nicht ausschließlich an die Sitzung in der Praxis gebunden bleibt.
Im Verlauf wird gemeinsam betrachtet:
Dabei ist nicht nur der Hautbefund ein möglicher Maßstab.
Auch Veränderungen in:
können therapeutisch relevant sein.
Nein, eine Heilung der Neurodermitis durch Hypnose kann nicht versprochen werden.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die chronisch-entzündliche Grunderkrankung.
Sie kann ergänzend an Juckreizwahrnehmung, Kratzimpulsen, Stress, innerer Anspannung und psychischer Belastung arbeiten.
Nein.
Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung.
Sie ist keine eingebildete und keine rein psychisch verursachte Erkrankung.
Stress und psychische Belastung können bei manchen Betroffenen die Beschwerden oder die subjektive Belastung beeinflussen.
Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer psychischen Ursache.
Neurodermitis sollte nicht vereinfachend als klassische Autoimmunerkrankung bezeichnet werden.
Sie ist eine komplexe chronisch-entzündliche Hauterkrankung.
Stress ist nicht die alleinige Ursache der Neurodermitis.
Manche Betroffene erleben jedoch einen Zusammenhang zwischen belastenden Phasen und einer Zunahme von Juckreiz oder Beschwerden.
Dieser Zusammenhang ist individuell.
Hypnotherapeutische Verfahren können bei ausgewählten Patientinnen und Patienten dabei unterstützen, Aufmerksamkeit, innere Anspannung und den Umgang mit Juckreiz zu verändern.
Eine vollständige oder garantierte Beseitigung des Juckreizes kann nicht versprochen werden.
Hypnose kann nicht garantieren, dass Kratzen vollständig verhindert wird.
Sie kann jedoch helfen, Kratzimpulse früher wahrzunehmen und zwischen Juckreiz und automatischer Reaktion mehr Handlungsspielraum zu entwickeln.
in starker Juckreiz kann einen sehr unmittelbaren Handlungsimpuls auslösen.
Kratzen kann kurzfristig entlastend wirken und sich mit der Zeit automatisieren.
Das ist keine Frage mangelnder Willenskraft.
Selbsthypnose kann zur Stressregulation, Aufmerksamkeitslenkung und zum bewussteren Umgang mit Juckreiz und Kratzimpulsen eingesetzt werden.
Sie ersetzt keine dermatologische Behandlung.
Ja.
Medizinische Hypnotherapie ist eine ergänzende Behandlung.
Sie ersetzt keine notwendige dermatologische Diagnostik oder Behandlung.
Änderungen einer bestehenden medizinischen Therapie sollten mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprochen werden.
Nein.
Neurodermitis und Allergien können miteinander verbunden sein, sind aber nicht dasselbe.
Deshalb werden beide Themen auf dieser Website auf eigenen Seiten behandelt.
Neurodermitis ist eine reale chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie ist nicht eingebildet. Sie ist nicht einfach psychisch verursacht. Und sie lässt sich nicht durch Entspannung oder positives Denken heilen.
Gleichzeitig kann die Erkrankung weit mehr beeinflussen als nur die Haut.
Diese Faktoren können sich gegenseitig verstärken.
Medizinische Hypnotherapie setzt deshalb nicht bei der vereinfachten Vorstellung an:
„Die Haut ist psychisch.“
Sondern bei der differenzierteren Frage:
„Welche Anteile der individuellen Belastung können therapeutisch beeinflusst werden?“
Für manche Patientinnen und Patienten kann ein Ziel sein, Juckreiz weniger dominant zu erleben.
Für andere steht der automatische Kratzimpuls im Vordergrund.
Wieder andere möchten besser schlafen, Stress regulieren oder mit sichtbaren Hautveränderungen psychisch besser umgehen.
Medizinische Hypnotherapie kann dabei ein ergänzender Behandlungsansatz sein.
Nicht als Ersatz für Dermatologie.
Nicht als Heilversprechen.
Sondern als ärztlich verantwortete Unterstützung bei Juckreizwahrnehmung, Kratzimpulsen, innerer Anspannung und Selbstregulation.
Sie leben mit Neurodermitis und erleben, dass Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme oder innere Anspannung Ihren Alltag stark belasten?
In einem Erstgespräch kann sorgfältig geklärt werden, ob medizinische Hypnotherapie für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung zur dermatologischen Behandlung sein kann.
Arztpraxis Dunja Schmidt
Wilhelmstraße 13
46483 Wesel
Anwendungsbereiche & Beschwerden
Sie haben Schmerzen und keiner findet etwas. Ihre Erkrankung belastet Sie psychisch und Sie wissen nicht genau wo Sie ansetzen sollten, um Ihr Anliegen richtig zu adressieren?!
Die Übersichtsseite mit Anwendungsbereichen und Beschwerden für med. Hypnose kann Ihnen helfen den Einstieg zum für Sie relevanten Thema und den Weg zum entsprechenden Inhalt auf meiner Webseite schneller zu finden.
Somatoforme Beschwerden…
…sind körperliche Beschwerden ohne ausreichenden Befund und müssen trotz fehlender Erklärung und Diagnostik ernst genommen werden, da sie real und nicht eingebildet sind.
Körperliche Erkrankungen & psychische Faktoren
Bei stresssensitiven Erkrankungen kann medizinische Hypnose helfen, Stressreaktionen zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verändern und den Umgang mit Beschwerden zu verbessern.
Schwere Erkrankungen & Krankheitsverarbeitung
Tumorerkrankungen, Multiple Sklerose, koronare Herzerkrankung, neurologische Erkrankungen, Long COVID / ME/CFS, Dialyse, Transplantation oder intensivmedizinische Erfahrungen können seelisch stark belasten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, innere Stabilität, Körpervertrauen und Selbstregulation zu stärken.
Migräne & Hypnose
Migräne ist real und neurologisch ernst zu nehmen.
Medizinische Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Stress, Schmerzverarbeitung, Anspannung, Körperwahrnehmung und Krankheitsbewältigung eine Rolle spielen.
Reizdarm & Darmerkrankungen
Bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und funktionellen Darmbeschwerden können Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Schamgefühl und Kontrollverlust den Alltag stark beeinträchtigen.
Hypnotherapeutische Verfahren können hilfreich sein, um Körperwahrnehmung, Stressreaktionen, die Darm-Hirn-Achse und den Umgang mit Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Tinnitus & Hypnose
Tinnitus ist nicht eingebildet, sondern real. Ein stark belastender chronischer Tinnitus kann das Leben erheblich beeinträchtigen.
Sie möchten wissen, ob medizinische Hypnose für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein kann?
Dann sind Sie hier richtig und können auf der Unterseite weiter lesen.
Neurodermitis & Hypnose
Bei Neurodermitis können Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme, Schamgefühl und Stress einander bedingen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung benötigt weiterhin eine dermatologische Behandlung.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit auf Juckreiz, Kratzimpulse, Stressregulation und alternative Reaktionen zu bearbeiten.
Allergien & Hypnose
Allergien sind Erkrankungen, die immunologisch vermittelt und nicht durch psychische Belastung verursacht werden.
Stress und innere Anspannung können bei manchen Betroffenen jedoch das subjektive Beschwerdeerleben, die Aufmerksamkeit auf Symptome und den Umgang mit der Erkrankung beeinflussen.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die allergische Sensibilisierung und ersetzt keine allergologische Behandlung.
Sie kann ergänzend bei Stressregulation, Krankheitsbewältigung und zur besseren Selbstregulation eingesetzt werden.
Zahnarztangst, Bruxismus & CMD
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können ergänzend dabei unterstützen, Angst und Anspannung zu regulieren sowie beim Wachbruxismus Pressmuster früher wahrzunehmen und alternative Reaktionen einzuüben.
Essstörungen & belastetes Essverhalten
Essstörungen und belastetes Essverhalten sind keine Frage von Disziplin oder Willenskraft.
Sie können mit Scham, Körperablehnung, innerer Anspannung, Selbstwertproblemen, Kontrollverlust, Angst, depressiven Symptomen und körperlichen Risiken verbunden sein.
Medizinische Hypnotherapie kann hier nur ergänzend und sorgfältig eingeordnet eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Selbstwert, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Scham, Essdruck, Kontrollverlust und innere Sicherheit.
Chronische Schmerzen & Hypnose
Chronische Schmerzen sind real.
Auch wenn kein ausreichender organischer Befund existiert, können Nervensystem, Verarbeitung von Stress, Aufmerksamkeit und Schmerzgedächtnis eine zentrale Rolle spielen.
Mental Wellness durch Selbsthypnose
Selbsthypnose für innere Ruhe und Stressregulation:
Ein ärztlich geleitetes Gruppenangebot, das darauf zielt, Handlungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Resilienz im Alltag zu fördern.
Raucherentwöhnung mit Hypnose
Mit dem Rauchen aufhören. Den Rauchstopp mit medizinischer Hypnose unterstützen:
Strukturiertes Angebot zu Gewohnheiten, Auslösern, Stress und Rückfallprophylaxe.
Als Einzeltherapie oder in Kleingruppe.
Mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose
Ärztlich angeleitetes Gruppenangebot für Menschen mit med. abgeklärten chronischen Schmerzen, die Selbsthypnose erlernen möchten.
Ziele:
Selbsthypnose lernen
Selbsthypnose ist kein magisches Verfahren, sondern ein erlernbares Werkzeug.
Medizinisch angeleitete Selbsthypnose sicher und individuell lernen:
Eine trainierbare Methode für mehr Selbstregulation & Handlungsmöglichkeiten, deren Nutzen vom Ziel, der Indikation und der persönlichen Situation abhängt.
Selbsthypnose & Gruppenangebote
Selbsthypnose ist keine passive Behandlung und keine besondere „Begabung“, sondern:
Eine erlernbare Methode zur bewußten Arbeit mit:
Gruppenangebote zu den Themenbereichen Raucherentwöhnung, Mental Wellness, und „mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose“ ermöglichen Ihnen das strukturierte Erlernen und Einüben solcher Fähigkeiten in einem klar definierten Rahmen.
Was ist medizinische Hypnose?
Medizinische Hypnose verständlich erklärt: Trance, fokussierte Aufmerksamkeit, Suggestion, Kontrolle sowie Unterschiede zu Schlaf und Showhypnose.
Hypnosearten im Überblick
Klassische, ericksonsche und weitere Hypnosearten verständlich erklärt – mit Einsatzgebieten, Unterschieden sowie medizinischen und ethischen Grenzen.
Showhypnose vs. medizinische Hypnose
Medizinische Hypnose und Show-Hypnose unter-scheiden sich deutlich. Erfahren Sie mehr über Ziele, Rahmen, Kontrolle, Ethik und therapeutische Verantwortung.
Ablauf einer Hypnotherapie
Wie eine medizinische Hypnotherapie abläuft: Erstgespräch, Indikationsprüfung, Zielklärung, Hypnose, Rückorientierung, Nachbesprechung und Selbsthypnose.
Grenzen & Kontraindikationen
Wann medizinische Hypnose ungeeignet oder nur nach sorgfältiger Abklärung sinnvoll ist – mit Hinweisen zu Krisen, Psychosen, Dissoziation und Diagnostik.
Wissenschaftliche Grundlagen
Was die Forschung über medizinische Hypnose zeigt:
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Kontrolle, Erinnerung, Wirksamkeit, Risiken, Sitzungsdauer, Selbsthypnose und dem Ablauf einer medizinischen Hypnotherapie.
Wissen & Fragen Übersicht
Diese Seite bietet Orientierung über die aufbereiteten Wissensbereiche bezüglich medizinischer Hypnotherapie.
Honorar
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Kontaktieren Sie die Praxis Dunja Schmidt in Wesel für ein Erstgespräch. Hier finden Sie Adresse, Telefon, E-Mail, Sprechzeit, Anfahrt und Parkhinweise.
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Erfahren Sie etwas über mich: Dunja Schmidt, Ärztin, Zahnärztin und medizinische Hypnotherapeutin in Wesel mit Schwerpunkt psychosomatische Gesundheit und Selbstregulation.