Impressionen Praxis Dunja Schmidt
Ist Hypnose wissenschaftlich belegt?
Diese Frage ist berechtigt — gerade bei einem Verfahren, das noch immer mit Showhypnose, Kontrollverlust oder vermeintlich geheimnisvollen Wirkungen verbunden wird.
Die wissenschaftliche Antwort ist differenziert:
Hypnose ist seit vielen Jahren Gegenstand medizinischer, psychologischer und neurowissenschaftlicher Forschung. Für einige Anwendungsbereiche liegen zahlreiche kontrollierte Studien und Metaanalysen vor. Besonders gut untersucht ist Hypnose bei Schmerzen und im Zusammenhang mit medizinischen Eingriffen. Auch für einzelne funktionelle Beschwerden, insbesondere das Reizdarmsyndrom, gibt es relevante Forschung.
Für andere Anwendungsgebiete ist die Studienlage dagegen begrenzter oder uneinheitlicher.
Deshalb wäre es ebenso falsch zu sagen, Hypnose sei wissenschaftlich nicht untersucht, wie zu behaupten, ihre Wirksamkeit sei für jede Erkrankung eindeutig bewiesen.
Eine seriöse wissenschaftliche Einordnung fragt genauer:
Medizinische Hypnotherapie sollte deshalb weder mystifiziert noch als universelle Methode dargestellt werden.
Der Begriff „Hypnose“ wird für sehr unterschiedliche Verfahren verwendet.
Dazu gehören unter anderem:
Studien zu einem bestimmten Verfahren lassen sich deshalb nicht automatisch auf jede andere Form von Hypnose übertragen.
Auch die Aussage „Hypnose wirkt“ ist wissenschaftlich zu ungenau.
Eine bessere Frage lautet:
Bei welchem konkreten Behandlungsziel kann welche Form von Hypnose für welche Patientinnen und Patienten hilfreich sein?
Genau diese Differenzierung gehört zu evidenzbasierter Medizin.
Medizinische Hypnose arbeitet an der Schnittstelle zwischen psychischem Erleben und körperlichen Regulationsprozessen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
Hypnose ist dabei kein Schlaf und keine Bewusstlosigkeit.
Sie wird wissenschaftlich als ein besonderer Zustand beziehungsweise Prozess fokussierter Aufmerksamkeit und erhöhter Reaktionsbereitschaft auf passende Suggestionen untersucht.
Dabei können sich subjektives Erleben und körperliche Reaktionen verändern.
Ein einfaches Beispiel ist Schmerz:
Ein Schmerzreiz ist nicht nur ein Signal aus dem Gewebe. Wie stark Schmerz erlebt wird und wie belastend er ist, hängt auch von Aufmerksamkeit, Erwartung, Angst, früheren Erfahrungen, aktueller Anspannung und der Verarbeitung im Nervensystem ab.
Genau an solchen beeinflussbaren Anteilen kann Hypnose ansetzen.
Eine große wissenschaftliche Übersicht über Metaanalysen zur Hypnose kommt zu einem differenzierten Ergebnis.
Die Forschung zeigt nicht, dass Hypnose bei jeder Erkrankung und bei jedem Menschen gleichermaßen wirksam ist.
Sie zeigt aber, dass hypnotische Interventionen bei bestimmten medizinischen und psychologischen Fragestellungen relevante therapeutische Effekte haben können.
Besonders umfangreich untersucht sind:
Gleichzeitig unterscheiden sich die einzelnen Studien erheblich.
Unterschiede bestehen zum Beispiel bei:
Deshalb sollte wissenschaftliche Evidenz weder klein geredet noch übertrieben dargestellt werden.
Schmerz gehört zu den am intensivsten untersuchten Anwendungsbereichen der Hypnose.
Dabei ist wichtig zu verstehen:
Schmerz entsteht nicht ausschließlich an der Stelle einer Verletzung oder Erkrankung. Schmerz ist das Ergebnis komplexer Verarbeitung im Nervensystem.
Beteiligt sind unter anderem:
Hypnotische Verfahren können an verschiedenen Punkten dieser Verarbeitung ansetzen.
Mögliche therapeutische Ansätze sind:
Die wissenschaftliche Literatur zeigt insgesamt, dass Hypnose bei klinischem Schmerz hilfreich sein kann.
Wie groß der Nutzen ist, hängt jedoch von der Art des Schmerzes, dem Behandlungsverfahren, der Vergleichsgruppe und der individuellen Situation ab.
Deshalb wäre eine Aussage wie „Hypnose beseitigt chronische Schmerzen“ nicht wissenschaftlich gerechtfertigt.
Seriös ist:
Medizinische Hypnose kann bei ausgewählten Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten eine sinnvolle Ergänzung sein und insbesondere Schmerzverarbeitung, Aufmerksamkeit, emotionale Belastung und Selbstregulation beeinflussen.
Ein weiterer besonders gut untersuchter Bereich ist die Begleitung medizinischer Prozeduren und Eingriffe.
Hier wird Hypnose beispielsweise untersucht im Zusammenhang mit:
In diesem Bereich zeigen zahlreiche Studien und Metaanalysen positive Ergebnisse.
Das bedeutet nicht, dass Hypnose notwendige Anästhesie oder medizinische Standardverfahren grundsätzlich ersetzt.
Sie kann jedoch als ergänzende Maßnahme eingesetzt werden, um Patientinnen und Patienten bei belastenden medizinischen Situationen zu unterstützen.
Ein möglicher Vorteil liegt darin, dass mehrere Ebenen gleichzeitig angesprochen werden können:
Gerade hier zeigt sich, warum medizinische Hypnose nicht einfach mit „Entspannung“ gleichgesetzt werden sollte.
Auch Angst und Stress spielen in der Hypnoseforschung eine wichtige Rolle.
Dabei muss unterschieden werden zwischen:
Besonders bei situativer Angst und Belastung im Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen gibt es positive Forschungsergebnisse.
Bei komplexen oder eigenständigen psychischen Erkrankungen muss dagegen genauer betrachtet werden, welche Behandlung wissenschaftlich am besten belegt ist und welche Rolle Hypnotherapie innerhalb eines Gesamtbehandlungskonzeptes spielen kann.
Hypnose kann unter anderem dazu genutzt werden:
Wissenschaftlich sinnvoll ist dabei die Formulierung:
Hypnose kann Stress- und Angstregulation unterstützen.
Zu weitgehend wäre dagegen die Behauptung:
Hypnose normalisiert das vegetative Nervensystem bei jedem Menschen dauerhaft.
Das Reizdarmsyndrom gehört zu den funktionellen Erkrankungen, für die hypnotische Verfahren vergleichsweise intensiv untersucht wurden.
Eine besondere Form ist die darmgerichtete Hypnotherapie.
Dabei richten sich die hypnotischen Interventionen gezielt auf:
Der Hintergrund ist die enge Wechselwirkung zwischen Gehirn und Verdauungssystem.
Diese sogenannte Darm-Hirn-Kommunikation bedeutet nicht, dass Reizdarm „nur psychisch“ ist.
Vielmehr handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren, zu denen unter anderem gehören können:
Kontrollierte Studien und aktuelle Übersichtsarbeiten zeigen, dass darmgerichtete Hypnotherapie bei einem Teil der Patientinnen und Patienten Beschwerden verbessern kann.
Auch hier gilt:
Nicht jede Person spricht gleich gut an, und Hypnotherapie ersetzt keine notwendige gastroenterologische Diagnostik.
Wissenschaftliche Seriosität bedeutet auch, Grenzen der Evidenz offen zu benennen.
Deutlich weniger sicher belegt sind pauschale Aussagen über eine direkte Behandlung organischer Erkrankungen durch Hypnose.
Vorsicht ist insbesondere bei Behauptungen notwendig wie:
Für solche allgemeinen Aussagen gibt es keine ausreichende wissenschaftliche Grundlage.
Bei körperlichen Erkrankungen kann medizinische Hypnotherapie dennoch sinnvoll sein — beispielsweise zur Unterstützung bei:
Dabei wird nicht notwendigerweise die körperliche Grunderkrankung selbst behandelt.
Das Behandlungsziel muss klar benannt werden.
Moderne neurowissenschaftliche Forschung untersucht Hypnose unter anderem mit:
Diese Forschung zeigt kein einzelnes „Hypnosezentrum“ im Gehirn.
Stattdessen werden Veränderungen in verschiedenen funktionellen Netzwerken untersucht.
Dazu gehören Prozesse, die beteiligt sind an:
Das ist wissenschaftlich plausibel:
Hypnose besteht nicht aus einer einzelnen Gehirnfunktion. Sie verbindet Aufmerksamkeit, Erwartung, Vorstellung, Wahrnehmung und Reaktion auf Suggestion.
Deshalb ist ein Netzwerkmodell sinnvoller als die Vorstellung eines einzelnen „Hypnosebereichs“ im Gehirn.
Bildgebende Verfahren können zeigen, dass sich während hypnotischer Zustände oder unter hypnotischen Suggestionen Aktivitätsmuster und funktionelle Verbindungen im Gehirn verändern.
Besonders häufig untersucht werden unter anderem Netzwerke und Regionen, die mit folgenden Funktionen verbunden sind:
Bei hypnotischer Schmerzmodulation zeigen Studien, dass nicht nur die Wahrnehmung eines Reizes, sondern auch seine emotionale Bewertung beeinflusst werden kann.
Das ist ein wichtiger Punkt:
Schmerzintensität und die Frage, wie unangenehm oder bedrohlich Schmerz erlebt wird, sind miteinander verbunden, aber nicht vollständig dasselbe.
Hypnotische Suggestionen können solche verschiedenen Ebenen des Schmerzerlebens unterschiedlich beeinflussen.
Gleichzeitig dürfen fMRT-Bilder nicht überinterpretiert werden.
Ein verändertes Aktivitätsmuster im Gehirn beweist nicht automatisch:
Bildgebung hilft, mögliche Mechanismen besser zu verstehen. Sie ersetzt jedoch keine klinischen Wirksamkeitsstudien.
Aufmerksamkeit beeinflusst Wahrnehmung.
Das kennen viele Menschen aus dem Alltag:
Wer ständig auf ein unangenehmes Körpergefühl achtet, nimmt es häufig stärker wahr. Wer in einer hoch belastenden Situation vollständig in einer Aufgabe aufgeht, kann dagegen andere Reize zeitweise weniger deutlich wahrnehmen.
Bei chronischen Beschwerden kann Aufmerksamkeit stark an Symptome gebunden sein.
Das ist keine bewusste Entscheidung und keine Schuldfrage.
Hypnose kann therapeutisch mit Aufmerksamkeit arbeiten:
Gerade bei Schmerz ist diese Form der Aufmerksamkeitsmodulation ein wichtiger Forschungsbereich.
Erwartungen beeinflussen menschliches Erleben.
Das bedeutet nicht, dass Beschwerden eingebildet sind.
Erwartungen sind ein normaler Bestandteil der Verarbeitung im Gehirn. Sie können beeinflussen, worauf wir achten, wie wir einen Reiz bewerten und welche Reaktion wir erwarten.
Hypnotische Suggestionen arbeiten gezielt mit solchen Prozessen.
Eine Suggestion kann beispielsweise darauf ausgerichtet sein:
Suggestionen sind dabei keine magischen Befehle.
Ihre Wirkung hängt unter anderem ab von:
Deshalb wird medizinische Hypnose individuell angepasst.
Körperliche Empfindungen werden nicht nur registriert. Sie werden auch bewertet.
Ein schneller Herzschlag kann beispielsweise erlebt werden als:
Die körperliche Empfindung allein bestimmt also nicht vollständig, wie belastend eine Situation erlebt wird.
Bei chronischen Beschwerden, Schmerz oder Krankheitsangst kann sich ein Kreislauf entwickeln:
Hypnotherapeutische Arbeit kann versuchen, solche Prozesse zu beeinflussen.
Nicht indem Beschwerden geleugnet werden, sondern indem Wahrnehmung, Bewertung und Reaktion differenzierter werden.
Das vegetative Nervensystem steuert zahlreiche Prozesse, die nicht vollständig willentlich kontrolliert werden.
Dazu gehören unter anderem:
Hypnose wird auch daraufhin untersucht, wie sie psychophysiologische und autonome Reaktionen beeinflussen kann.
Die Forschung zeigt, dass hypnotische Interventionen mit Veränderungen körperlicher Regulationsparameter verbunden sein können.
Die Ergebnisse sind jedoch nicht in jedem Untersuchungsbereich einheitlich.
Deshalb ist eine vorsichtige Formulierung angemessen:
Medizinische Hypnose kann Prozesse der Beruhigung und Stressregulation unterstützen.
Nicht angemessen wäre:
Hypnose bringt das vegetative Nervensystem bei jeder Erkrankung sicher ins Gleichgewicht.
Diese Unterscheidung ist wichtig.
Aufmerksamkeit beeinflusst Wahrnehmung.
Das kennen viele Menschen aus dem Alltag:
Wer ständig auf ein unangenehmes Körpergefühl achtet, nimmt es häufig stärker wahr. Wer in einer hoch belastenden Situation vollständig in einer Aufgabe aufgeht, kann dagegen andere Reize zeitweise weniger deutlich wahrnehmen.
Bei chronischen Beschwerden kann Aufmerksamkeit stark an Symptome gebunden sein.
Das ist keine bewusste Entscheidung und keine Schuldfrage.
Hypnose kann therapeutisch mit Aufmerksamkeit arbeiten:
Gerade bei Schmerz ist diese Form der Aufmerksamkeitsmodulation ein wichtiger Forschungsbereich.
Die Psychoneuroimmunologie untersucht die Wechselwirkungen zwischen:
Heute ist grundsätzlich anerkannt, dass diese Systeme nicht vollständig unabhängig voneinander arbeiten.
Stress kann beispielsweise mit körperlichen Regulationsprozessen in Wechselwirkung stehen.
Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Hypnose eine Immunerkrankung direkt behandelt oder das Immunsystem gezielt „steuern“ kann.
Hier werden wissenschaftliche Zusammenhänge häufig zu stark vereinfacht.
Eine seriöse Einordnung lautet:
Hypnose kann möglicherweise über Stressreduktion, Verhaltensänderung, Schlaf, Schmerzverarbeitung und andere Regulationsprozesse indirekt Einfluss auf das körperliche Erleben nehmen.
Ob und in welchem Ausmaß sich daraus krankheitsspezifische Veränderungen immunologischer Prozesse ergeben, muss für jede Fragestellung gesondert untersucht werden.
Deshalb werden in der Praxis keine Aussagen gemacht wie:
Psychoneuroimmunologie ist ein wichtiges Forschungsgebiet.
Sie ist aber kein wissenschaftlicher Freibrief für pauschale Heilversprechen.
Ein wichtiger Bestandteil medizinischer Hypnotherapie kann das Erlernen von Selbsthypnose sein.
Aus therapeutischer Sicht ist dies besonders interessant, weil Patientinnen und Patienten nicht ausschließlich von einer Behandlungssitzung abhängig bleiben.
Sie können lernen, bestimmte Fähigkeiten selbst anzuwenden.
Dazu gehören beispielsweise:
Die mögliche Bedeutung geht dabei über reine Entspannung hinaus.
Selbsthypnose kann das Erleben stärken:
Ich bin meinen Beschwerden nicht in jeder Situation vollständig ausgeliefert.
Dieses Erleben von Selbstwirksamkeit ist für viele therapeutische Prozesse bedeutsam.
Dabei gilt auch hier:
Selbsthypnose ersetzt keine notwendige Behandlung und ist nicht für jede Situation die allein geeignete Methode.
Menschen reagieren unterschiedlich auf hypnotische Verfahren.
Das ist bei vielen medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungen so.
Unterschiede können unter anderem bestehen in:
In der Forschung wird auch die sogenannte hypnotische Suggestibilität oder Hypnotisierbarkeit untersucht.
Daraus sollte jedoch kein vereinfachtes Denken entstehen:
Menschen lassen sich nicht sinnvoll in „Hypnose funktioniert“ und „Hypnose funktioniert nicht“ aufteilen.
Auch muss jemand nicht besonders fantasievoll sein oder spektakuläre Tranceerlebnisse haben, damit eine hypnotherapeutische Behandlung hilfreich sein kann.
Entscheidend ist der therapeutische Nutzen — nicht die spektakuläre Tiefe einer Trance.
Die wissenschaftliche Evidenz für Hypnose ist nicht überall gleich stark.
Das hat mehrere Gründe.
Schmerz, Reizdarm, Raucherentwöhnung und eine schwere neurologische Erkrankung sind wissenschaftlich völlig unterschiedliche Fragestellungen.
Ein positiver Effekt bei Schmerz kann nicht automatisch auf eine andere Erkrankung übertragen werden.
Studien verwenden unterschiedliche Methoden:
Diese Verfahren sind nicht identisch.
Ein Ergebnis hängt auch davon ab, womit Hypnose verglichen wird:
Eine Überlegenheit gegenüber „keiner Behandlung“ ist wissenschaftlich etwas anderes als eine Überlegenheit gegenüber einer etablierten aktiven Therapie.
Auch bei Hypnose gibt es:
Eine Metaanalyse kann nur so aussagekräftig sein wie die Studien, die sie zusammenfasst.
Deshalb muss auch eine positive Metaanalyse kritisch gelesen werden.
Der Ausdruck „wissenschaftlich belegt“ wird im Internet häufig zu leicht verwendet.
In der Medizin bedeutet Evidenz nicht:
Es gibt irgendwo eine Studie mit positivem Ergebnis.
Eine belastbare wissenschaftliche Beurteilung berücksichtigt unter anderem:
Deshalb ist es oft genauer zu sagen:
Diese sprachliche Genauigkeit ist keine Schwäche.
Sie ist wissenschaftliche Sorgfalt.
Auch gute Studien beantworten nicht jede individuelle Frage.
Eine Studie kann zeigen, wie eine Gruppe von Menschen durchschnittlich auf eine Behandlung reagiert.
Sie kann nicht sicher vorhersagen:
Deshalb verbindet evidenzbasierte Medizin wissenschaftliche Erkenntnisse mit:
Auch bei medizinischer Hypnotherapie bleibt die individuelle Indikationsprüfung unverzichtbar.
Aus der wissenschaftlichen Studienlage ergeben sich für die Praxis klare Grundsätze.
Nicht die Frage „Kann Hypnose helfen?“ steht allein im Mittelpunkt.
Entscheidend ist:
Bei welchem konkreten Problem soll sie helfen?
Hypnose ersetzt keine Abklärung körperlicher Beschwerden.
Psychische und körperliche Faktoren werden nicht gegeneinander ausgespielt.
Ziele können beispielsweise sein:
Nicht seriös wären garantierte Heilungs- oder Erfolgsversprechen.
Eine gute Studienlage für Schmerz bedeutet nicht automatisch eine gute Studienlage für Allergien, Raucherentwöhnung oder jede andere Erkrankung.
Jedes Anwendungsgebiet muss gesondert betrachtet werden.
Medizinische Hypnotherapie kann:
Sie wird jedoch nicht als universelle Alternative zur übrigen Medizin verstanden.
Die Forschung hilft zu beantworten:
Die Behandlung eines einzelnen Menschen braucht zusätzlich:
Genau darin liegt der Unterschied zwischen der unkritischen Aussage „Hypnose wirkt“ und einer medizinisch verantworteten Hypnotherapie.
Medizinische Forschung entwickelt sich weiter.
Neue Studien können:
Deshalb sollte eine wissenschaftlich orientierte Praxis nicht mit einem statischen Satz wie „wissenschaftlich bewiesen“ arbeiten.
Besser ist eine Haltung, die neue Erkenntnisse prüft und Aussagen an den aktuellen Stand der Forschung anpasst.
Medizinische Hypnose ist ein wissenschaftlich untersuchtes psychophysiologisches Verfahren.
Besonders umfangreiche Forschung gibt es zu:
Neurowissenschaftliche Forschung untersucht Veränderungen in Prozessen und Netzwerken, die unter anderem mit Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, emotionaler Bewertung und Schmerzverarbeitung verbunden sind.
Die Evidenz ist jedoch nicht für jedes Anwendungsgebiet gleich stark.
Hypnose ist keine wissenschaftlich belegte Universalbehandlung für alle körperlichen oder psychischen Erkrankungen. Insbesondere direkte Heilungsversprechen für organische Erkrankungen sind nicht gerechtfertigt.
Die seriöse Schlussfolgerung lautet deshalb:
Medizinische Hypnotherapie kann bei ausgewählten Beschwerden und Behandlungszielen ein wissenschaftlich begründbarer therapeutischer Ansatz sein. Entscheidend sind die konkrete Indikation, realistische Erwartungen, fachliche Qualifikation und die Einbettung in eine verantwortungsvolle medizinische und psychosomatische Behandlung.
Sie möchten wissen, ob medizinische Hypnotherapie für Ihre Beschwerden sinnvoll sein kann?
Weitere Informationen finden Sie unter:
Beschwerden & Anwendungsbereiche
Grenzen und Kontraindikationen
Oder klären Sie in einem Erstgespräch, ob eine hypnotherapeutische Behandlung zu Ihrer individuellen Situation und Ihrem Behandlungsziel passt.
Arztpraxis Dunja Schmidt
Wilhelmstraße 13
46483 Wesel
Anwendungsbereiche & Beschwerden
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Somatoforme Beschwerden…
…sind körperliche Beschwerden ohne ausreichenden Befund und müssen trotz fehlender Erklärung und Diagnostik ernst genommen werden, da sie real und nicht eingebildet sind.
Körperliche Erkrankungen & psychische Faktoren
Bei stresssensitiven Erkrankungen kann medizinische Hypnose helfen, Stressreaktionen zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verändern und den Umgang mit Beschwerden zu verbessern.
Schwere Erkrankungen & Krankheitsverarbeitung
Tumorerkrankungen, Multiple Sklerose, koronare Herzerkrankung, neurologische Erkrankungen, Long COVID / ME/CFS, Dialyse, Transplantation oder intensivmedizinische Erfahrungen können seelisch stark belasten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, innere Stabilität, Körpervertrauen und Selbstregulation zu stärken.
Migräne & Hypnose
Migräne ist real und neurologisch ernst zu nehmen.
Medizinische Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Stress, Schmerzverarbeitung, Anspannung, Körperwahrnehmung und Krankheitsbewältigung eine Rolle spielen.
Reizdarm & Darmerkrankungen
Bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und funktionellen Darmbeschwerden können Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Schamgefühl und Kontrollverlust den Alltag stark beeinträchtigen.
Hypnotherapeutische Verfahren können hilfreich sein, um Körperwahrnehmung, Stressreaktionen, die Darm-Hirn-Achse und den Umgang mit Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Tinnitus & Hypnose
Tinnitus ist nicht eingebildet, sondern real. Ein stark belastender chronischer Tinnitus kann das Leben erheblich beeinträchtigen.
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Dann sind Sie hier richtig und können auf der Unterseite weiter lesen.
Neurodermitis & Hypnose
Bei Neurodermitis können Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme, Schamgefühl und Stress einander bedingen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung benötigt weiterhin eine dermatologische Behandlung.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit auf Juckreiz, Kratzimpulse, Stressregulation und alternative Reaktionen zu bearbeiten.
Allergien & Hypnose
Allergien sind Erkrankungen, die immunologisch vermittelt und nicht durch psychische Belastung verursacht werden.
Stress und innere Anspannung können bei manchen Betroffenen jedoch das subjektive Beschwerdeerleben, die Aufmerksamkeit auf Symptome und den Umgang mit der Erkrankung beeinflussen.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die allergische Sensibilisierung und ersetzt keine allergologische Behandlung.
Sie kann ergänzend bei Stressregulation, Krankheitsbewältigung und zur besseren Selbstregulation eingesetzt werden.
Zahnarztangst, Bruxismus & CMD
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können ergänzend dabei unterstützen, Angst und Anspannung zu regulieren sowie beim Wachbruxismus Pressmuster früher wahrzunehmen und alternative Reaktionen einzuüben.
Essstörungen & belastetes Essverhalten
Essstörungen und belastetes Essverhalten sind keine Frage von Disziplin oder Willenskraft.
Sie können mit Scham, Körperablehnung, innerer Anspannung, Selbstwertproblemen, Kontrollverlust, Angst, depressiven Symptomen und körperlichen Risiken verbunden sein.
Medizinische Hypnotherapie kann hier nur ergänzend und sorgfältig eingeordnet eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Selbstwert, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Scham, Essdruck, Kontrollverlust und innere Sicherheit.
Chronische Schmerzen & Hypnose
Chronische Schmerzen sind real.
Auch wenn kein ausreichender organischer Befund existiert, können Nervensystem, Verarbeitung von Stress, Aufmerksamkeit und Schmerzgedächtnis eine zentrale Rolle spielen.
Mental Wellness durch Selbsthypnose
Selbsthypnose für innere Ruhe und Stressregulation:
Ein ärztlich geleitetes Gruppenangebot, das darauf zielt, Handlungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Resilienz im Alltag zu fördern.
Raucherentwöhnung mit Hypnose
Mit dem Rauchen aufhören. Den Rauchstopp mit medizinischer Hypnose unterstützen:
Strukturiertes Angebot zu Gewohnheiten, Auslösern, Stress und Rückfallprophylaxe.
Als Einzeltherapie oder in Kleingruppe.
Mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose
Ärztlich angeleitetes Gruppenangebot für Menschen mit med. abgeklärten chronischen Schmerzen, die Selbsthypnose erlernen möchten.
Ziele:
Selbsthypnose lernen
Selbsthypnose ist kein magisches Verfahren, sondern ein erlernbares Werkzeug.
Medizinisch angeleitete Selbsthypnose sicher und individuell lernen:
Eine trainierbare Methode für mehr Selbstregulation & Handlungsmöglichkeiten, deren Nutzen vom Ziel, der Indikation und der persönlichen Situation abhängt.
Selbsthypnose & Gruppenangebote
Selbsthypnose ist keine passive Behandlung und keine besondere „Begabung“, sondern:
Eine erlernbare Methode zur bewußten Arbeit mit:
Gruppenangebote zu den Themenbereichen Raucherentwöhnung, Mental Wellness, und „mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose“ ermöglichen Ihnen das strukturierte Erlernen und Einüben solcher Fähigkeiten in einem klar definierten Rahmen.
Was ist medizinische Hypnose?
Medizinische Hypnose verständlich erklärt: Trance, fokussierte Aufmerksamkeit, Suggestion, Kontrolle sowie Unterschiede zu Schlaf und Showhypnose.
Hypnosearten im Überblick
Klassische, ericksonsche und weitere Hypnosearten verständlich erklärt – mit Einsatzgebieten, Unterschieden sowie medizinischen und ethischen Grenzen.
Showhypnose vs. medizinische Hypnose
Medizinische Hypnose und Show-Hypnose unter-scheiden sich deutlich. Erfahren Sie mehr über Ziele, Rahmen, Kontrolle, Ethik und therapeutische Verantwortung.
Ablauf einer Hypnotherapie
Wie eine medizinische Hypnotherapie abläuft: Erstgespräch, Indikationsprüfung, Zielklärung, Hypnose, Rückorientierung, Nachbesprechung und Selbsthypnose.
Grenzen & Kontraindikationen
Wann medizinische Hypnose ungeeignet oder nur nach sorgfältiger Abklärung sinnvoll ist – mit Hinweisen zu Krisen, Psychosen, Dissoziation und Diagnostik.
Wissenschaftliche Grundlagen
Was die Forschung über medizinische Hypnose zeigt:
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Kontrolle, Erinnerung, Wirksamkeit, Risiken, Sitzungsdauer, Selbsthypnose und dem Ablauf einer medizinischen Hypnotherapie.
Wissen & Fragen Übersicht
Diese Seite bietet Orientierung über die aufbereiteten Wissensbereiche bezüglich medizinischer Hypnotherapie.
Honorar
Informieren Sie sich über entstehende Kosten und anfallende Honorare.
Kontakt & Anfahrt
Kontaktieren Sie die Praxis Dunja Schmidt in Wesel für ein Erstgespräch. Hier finden Sie Adresse, Telefon, E-Mail, Sprechzeit, Anfahrt und Parkhinweise.
Über mich
Erfahren Sie etwas über mich: Dunja Schmidt, Ärztin, Zahnärztin und medizinische Hypnotherapeutin in Wesel mit Schwerpunkt psychosomatische Gesundheit und Selbstregulation.