Impressionen Praxis Dunja Schmidt
Darmbeschwerden können den Alltag erheblich bestimmen.
Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder ein ständig unruhiges Gefühl im Bauch betreffen nicht nur die Verdauung.
Viele Betroffene beginnen, ihren Alltag nach dem Darm auszurichten:
Hinzu können Scham, Angst, Kontrollverlust und eine zunehmende Aufmerksamkeit auf jedes Körpersignal kommen.
Beim Reizdarmsyndrom kann medizinische Hypnotherapie — insbesondere in Form einer darmgerichteten Hypnotherapie — ein ergänzender therapeutischer Zugang sein.
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa liegt die Situation anders:
Hier behandelt Hypnotherapie nicht die Entzündung und nicht die Grunderkrankung selbst. Sie kann jedoch ergänzend bei Stress, Angst, Schmerzbelastung, innerer Anspannung und Krankheitsverarbeitung eingesetzt werden.
Eine sorgfältige gastroenterologische Diagnostik und medizinische Behandlung werden dadurch nicht ersetzt.
Darmbeschwerden sind für Außenstehende oft unsichtbar.
Für Betroffene können sie jedoch nahezu jeden Lebensbereich beeinflussen.
Ein Restaurantbesuch, eine längere Autofahrt, ein beruflicher Termin oder ein Treffen mit Freunden kann plötzlich zu einer organisatorischen Herausforderung werden.
Gedanken kreisen möglicherweise um Fragen wie:
So kann sich das Leben zunehmend um die Vermeidung möglicher Beschwerden organisieren.
Das ist besonders belastend, weil die Symptome häufig schwer vorhersehbar sind.
An manchen Tagen scheint vieles möglich.
An anderen Tagen bestimmen:
den gesamten Tagesablauf.
Das Reizdarmsyndrom ist real.
Es ist nicht einfach „nur Stress“.
Und es bedeutet nicht, dass sich Betroffene ihre Beschwerden einbilden.
Beim Reizdarmsyndrom können verschiedene Prozesse zusammenwirken.
Dazu gehören unter anderem:
Nicht bei jedem Menschen spielen diese Faktoren in gleicher Weise zusammen.
Deshalb gibt es auch nicht die eine Ursache und nicht die eine Behandlung, die für alle Menschen mit Reizdarmsyndrom gleichermaßen passt.
Das Reizdarmsyndrom wird heute dem Bereich der Störungen der Darm-Hirn-Interaktion zugeordnet.
Das bedeutet nicht, dass die Erkrankung psychisch verursacht ist. Es beschreibt vielmehr, dass Verdauungssystem und Nervensystem in enger wechselseitiger Kommunikation stehen.
Die zuletzt veröffentlichte deutsche S3-Leitlinie von 2021, die derzeit aktualisiert wird, betrachtet psychotherapeutische Verfahren einschließlich der bauchgerichteten Hypnose als mögliche Bestandteile eines multimodalen Behandlungskonzeptes.
Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein.
Möglich sind beispielsweise:
Nicht jede Person erlebt alle Beschwerden.
Auch Stärke und Verlauf können schwanken.
Gerade diese Unvorhersehbarkeit kann zu einer zusätzlichen psychischen Belastung werden.
Viele Betroffene haben eine lange medizinische Vorgeschichte.
Sie haben Untersuchungen erhalten.
Vielleicht wurden verschiedene Ernährungsformen ausprobiert.
Vielleicht gab es immer wieder Phasen, in denen Beschwerden stärker und dann wieder schwächer waren.
Und nicht selten entsteht irgendwann der Eindruck:
„Wenn man nichts Eindeutiges findet, muss ich wohl damit leben.“
Oder:
„Dann ist es wahrscheinlich nur psychisch.“
Beides greift zu kurz.
Eine funktionelle Störung bedeutet nicht, dass keine realen Beschwerden vorhanden sind.
Sie bedeutet auch nicht, dass der Darm „gesund sein muss“, nur weil keine strukturelle Schädigung gefunden wurde, die sämtliche Beschwerden erklärt.
Funktion, Wahrnehmung und Regulation können gestört sein, ohne dass eine einzelne sichtbare Veränderung alle Symptome erklärt.
Darm und Gehirn stehen in ständiger Verbindung.
Diese Kommunikation verläuft über verschiedene biologische Systeme.
Dazu gehören unter anderem:
Der Darm empfängt Informationen aus dem Nervensystem.
Gleichzeitig sendet er fortlaufend Informationen zurück.
Deshalb können körperliche und psychische Prozesse miteinander in Wechselwirkung stehen.
Stress kann die Verdauung beeinflussen.
Darmbeschwerden können wiederum Angst und Stress auslösen.
Schmerzen können die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Bauch richten.
Die verstärkte Beobachtung kann dazu führen, dass Körpersignale immer bedeutsamer und bedrohlicher erlebt werden.
So können sich wechselseitige Kreisläufe entwickeln.
Das bedeutet nicht:
„Der Kopf verursacht die Darmbeschwerden.“
Es bedeutet:
Darm und Nervensystem beeinflussen sich gegenseitig.
Viele Menschen kennen harmlose Beispiele aus dem Alltag.
Vor einer Prüfung entsteht plötzlich Durchfall.
Bei Aufregung zieht sich der Bauch zusammen.
In einer angespannten Situation verschwindet der Appetit.
Andere Menschen bekommen bei Stress Verstopfung.
Diese Reaktionen zeigen, dass Verdauung und Stressregulation miteinander verbunden sind.
Beim Reizdarmsyndrom können solche Zusammenhänge stärker oder häufiger auftreten.
Mögliche Einflussfaktoren können sein:
Dabei ist Stress nicht „schuld“.
Und nicht jede Beschwerdephase lässt sich auf eine psychische Belastung zurückführen.
Wenn jedoch ein Zusammenhang zwischen Anspannung und Beschwerden erkennbar ist, kann die Stressregulation ein sinnvoller therapeutischer Ansatzpunkt sein.
Ein Darmgeräusch oder ein leichtes Ziehen im Bauch kann zunächst eine normale Körperempfindung sein.
Nach vielen belastenden Erfahrungen kann dasselbe Signal jedoch eine ganz andere Bedeutung bekommen.
Ein möglicher Kreislauf kann so aussehen:
Dieser Kreislauf bedeutet nicht, dass die Beschwerden eingebildet sind.
Die körperliche Empfindung ist real.
Aber Angst, Aufmerksamkeit und körperliche Aktivierung können das Erleben zusätzlich beeinflussen.
Ein Ziel der Hypnotherapie kann deshalb sein, diese automatischen Reaktionsketten zu verändern.
Besonders belastend kann die Angst sein, eine Toilette nicht rechtzeitig zu erreichen.
Manche Betroffene planen deshalb jeden Weg im Voraus.
Sie kennen:
Andere vermeiden längere Fahrten oder Veranstaltungen.
Wieder andere essen vor wichtigen Terminen kaum noch.
Das kann kurzfristig ein Gefühl von Sicherheit geben.
Langfristig kann das Leben jedoch immer stärker eingeschränkt werden.
Eine hypnotherapeutische Behandlung kann dabei helfen, mit Angst, körperlicher Alarmbereitschaft und dem Gefühl von Kontrollverlust anders umzugehen.
Das bedeutet nicht, reale Beschwerden zu ignorieren.
Es geht darum, zusätzliche Angstkreisläufe zu reduzieren und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen.
Darmbeschwerden gehören zu den Themen, über die viele Menschen nur ungern sprechen.
Blähungen, Durchfall, Stuhldrang oder die Angst vor unangenehmen Geräuschen können mit erheblicher Scham verbunden sein.
Betroffene versuchen möglicherweise:
So können körperliche Beschwerden zunehmend auch das soziale Leben bestimmen.
Psychosomatische Behandlung bedeutet deshalb nicht nur, auf den Bauch zu schauen.
Auch Angst, Scham, Rückzug und der Verlust von Lebensqualität können wichtige Behandlungsziele sein.
Nicht jedes wiederkehrende Darmproblem ist ein Reizdarmsyndrom.
Beschwerden wie:
können unterschiedliche Ursachen haben.
Deshalb ist eine angemessene medizinische Diagnostik wichtig.
Hypnotherapie sollte nicht dazu genutzt werden, ungeklärte Beschwerden vorschnell als psychosomatisch einzuordnen.
Je nach Symptomatik können hausärztliche, gastroenterologische oder weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Besonders neue, deutlich veränderte oder medizinisch auffällige Beschwerden müssen ärztlich beurteilt werden.
Diese Unterscheidung ist besonders wichtig. Das Reizdarmsyndrom und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können teilweise ähnliche Beschwerden verursachen. Sie sind jedoch unterschiedliche Krankheitsgruppen.
Das Reizdarmsyndrom gehört zu den Störungen der Darm-Hirn-Interaktion.
Im Vordergrund können stehen:
Die Behandlung ist häufig multimodal.
Je nach individueller Situation können verschiedene medizinische, ernährungsbezogene und psychotherapeutische Ansätze miteinander kombiniert werden.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.
Sie sind keine psychosomatischen Erkrankungen im engeren Sinne.
Psychischer Stress oder belastende Lebensereignisse sind nicht die Ursache dieser Erkrankungen.
Die Grunderkrankung muss gastroenterologisch diagnostiziert und behandelt werden.
Gleichzeitig können chronisch-entzündliche Darmerkrankungen psychisch stark belasten.
Subjektive Stressbelastung und affektive Störungen können zudem mit einem ungünstigeren Krankheitsverlauf und einer geringeren krankheitsspezifischen Lebensqualität verbunden sein.
Genau deshalb berücksichtigen aktuelle deutsche Leitlinien auch psychosoziale und psychotherapeutische Aspekte der Versorgung.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sein.
Mögliche Belastungen sind:
Die Erkrankung kann Bereiche berühren, über die im Alltag wenig gesprochen wird.
Gerade deshalb kann es wichtig sein, auch die psychische Belastung ernst zu nehmen.
Dieser Punkt muss klar benannt werden.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entstehen nicht deshalb, weil ein Mensch zu viel Stress hat oder psychische Konflikte nicht verarbeitet.
Die aktuellen deutschen Leitlinien formulieren ausdrücklich, dass belastende Lebensereignisse, psychologischer Stress und psychische Störungen nicht ursächlich für die Entstehung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen sind.
Gleichzeitig können Stressbelastung und psychische Erkrankungen den Verlauf und die Lebensqualität ungünstig beeinflussen.
Deshalb sind zwei Aussagen gleichzeitig richtig:
Die Erkrankung ist nicht psychisch verursacht.
Und:
Der Umgang mit Stress, Angst und Krankheitsbelastung kann dennoch medizinisch und therapeutisch relevant sein.
Beim Reizdarmsyndrom kann medizinische Hypnotherapie gezielt auf die Darm-Hirn-Interaktion und das individuelle Beschwerdeerleben ausgerichtet werden.
Eine besondere Form ist die darmgerichtete oder bauchgerichtete Hypnotherapie.
Sie verbindet hypnotische Verfahren mit Suggestionen und inneren Vorstellungen, die sich gezielt auf den Bauch, die Verdauung und die Regulation des Darmerlebens beziehen.
Mögliche therapeutische Ziele sind:
Die Forschung unterstützt die darmgerichtete Hypnotherapie als wissenschaftlich gut begründeten ergänzenden Behandlungsansatz beim Reizdarmsyndrom.
Kontrollierte Studien und die zuletzt veröffentlichte deutsche S3-Leitlinie von 2021 ordnen sie als möglichen Bestandteil einer integrierten beziehungsweise multimodalen Behandlung ein; die Leitlinie wird derzeit aktualisiert.
Darmgerichtete Hypnotherapie ist mehr als allgemeine Entspannung.
Die hypnotische Arbeit wird gezielt auf das individuelle Beschwerdebild und die Wahrnehmung des Verdauungssystems ausgerichtet.
Dabei können beispielsweise innere Vorstellungen verwendet werden von:
Welche Bilder und Suggestionen hilfreich sind, ist individuell.
Es gibt nicht die eine Standardvorstellung, die für alle Patientinnen und Patienten gleichermaßen passt.
Wichtig ist auch:
Die Wirkung wird nicht dadurch erklärt, dass der Darm einfach „vom Unterbewusstsein gesteuert“ würde.
Darmgerichtete Hypnotherapie arbeitet vielmehr mit Prozessen wie:
Wer häufig Darmbeschwerden erlebt, beobachtet den Bauch verständlicherweise sehr genau.
Diese Aufmerksamkeit ist nicht absichtlich gewählt. Sie entsteht aus Erfahrung.
Hypnotherapie kann helfen, Aufmerksamkeit flexibler zu gestalten.
Das bedeutet nicht, Beschwerden zu ignorieren.
Es bedeutet, dass der Darm nicht in jeder Situation die gesamte Wahrnehmung bestimmen muss.
Schmerzen und unangenehme Darmempfindungen werden im Nervensystem verarbeitet.
Hypnotherapeutische Verfahren können beispielsweise mit:
arbeiten.
Ziel ist nicht, Schmerzen als unwirklich darzustellen.
Das Ziel kann sein, ihre Wahrnehmung und die damit verbundene Belastung zu beeinflussen.
Wer wiederholt überraschenden Durchfall, starke Schmerzen oder dringlichen Stuhlgang erlebt hat, kann eine ausgeprägte innere Alarmbereitschaft entwickeln.
Der Körper wird ständig beobachtet.
Mögliche Risiken werden im Voraus geprüft.
Hypnotherapie kann dabei helfen:
Manchmal wird nicht nur die Beschwerde selbst zum Problem. Auch die Angst davor kann den Alltag erheblich einschränken.
Mögliche Behandlungsziele sind:
Das Ziel ist nicht:
„Es darf nie wieder etwas passieren.“
Sondern eher:
„Ich kan lernen, mit Unsicherheit und Beschwerden besser umzugehen.“
Wenn Stress und innere Anspannung das individuelle Beschwerdegeschehen beeinflussen, kann die Regulation dieser Zustände ein wichtiger Ansatzpunkt sein.
Dabei kann medizinische Hypnotherapie helfen:
Chronische Darmbeschwerden können das Gefühl erzeugen:
„Mein Darm bestimmt mein Leben.“
Ein therapeutisches Ziel kann deshalb sein, wieder Einflussmöglichkeiten zu erleben. Nicht im Sinne vollständiger Kontrolle über alle Beschwerden.
Sondern im Sinne:
Selbsthypnose darf nicht mit dem Versprechen verbunden werden, akute Darmbeschwerden jederzeit sofort stoppen zu können.
Sie kann jedoch helfen:
Wie und wann Selbsthypnose eingesetzt wird, sollte individuell angepasst werden.
Selbsthypnose kann ein wichtiger Bestandteil der Behandlung sein.
Sie ermöglicht, hypnotische und regulierende Elemente auch außerhalb der Praxis zu nutzen.
Eine Selbsthypnoseübung kann beispielsweise enthalten:
Regelmäßiges Üben kann helfen, die Methode vertrauter und leichter zugänglich zu machen.
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen muss der therapeutische Fokus anders gesetzt werden als beim Reizdarmsyndrom.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die Darmentzündung.
Sie ersetzt keine gastroenterologische Therapie.
Sie ist keine Alternative zu notwendigen medizinischen Behandlungen.
Ein möglicher hypnotherapeutischer Ansatz kann sich stattdessen richten auf:
Die aktuelle Leitlinienlage zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa unterstützt die Berücksichtigung psychischer und psychosozialer Belastungen, ohne die Erkrankungen zu psychologisieren. Für eine spezifische Behandlung der Entzündungsaktivität durch Hypnose reicht die Evidenz dagegen nicht für allgemeine Heilungs- oder Verlaufsversprechen aus.
Diese Abgrenzung ist wichtig.
Medizinische Hypnotherapie ersetzt keine:
Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kann Hypnotherapie ein ergänzender psychosomatischer oder psychotherapeutischer Baustein sein.
Sie ist keine Behandlung der Grunderkrankung selbst.
Eine seriöse Behandlung verspricht nicht:
Auch die Aussage:
„Darmprobleme entstehen durch psychische Konflikte.“
wäre zu pauschal und fachlich nicht angemessen.
Darmbeschwerden können komplexe biologische, funktionelle und psychische Zusammenhänge haben.
Diese müssen individuell betrachtet werden.
Das Reizdarmsyndrom gehört zu den Anwendungsgebieten, für die darmgerichtete Hypnotherapie vergleichsweise gut untersucht wurde.
Kontrollierte Studien zeigen, dass darmgerichtete Hypnotherapie bei einem Teil der Patientinnen und Patienten Beschwerden und Lebensqualität verbessern kann.
Auch neuere Forschung untersucht:
Die Studien unterscheiden sich jedoch hinsichtlich:
Deshalb sollte auch hier nicht von einer garantierten Wirkung gesprochen werden.
Die seriöse Einordnung lautet:
Darmgerichtete Hypnotherapie ist ein wissenschaftlich untersuchter und in der zuletzt veröffentlichten deutschen S3-Leitlinie berücksichtigter ergänzender Behandlungsansatz für das Reizdarmsyndrom.
Sie kann für ausgewählte Patientinnen und Patienten ein sinnvoller Bestandteil einer multimodalen Behandlung sein.
Eine hypnotherapeutische Begleitung kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie:
Die Diagnose allein entscheidet jedoch nicht darüber, ob Hypnotherapie sinnvoll ist.
Entscheidend ist das konkrete Behandlungsziel.
Hypnotherapie ist nicht die richtige oder allein ausreichende Behandlung bei:
Auch neue oder deutlich veränderte Beschwerden sollten ärztlich beurteilt werden.
Nicht jede Veränderung der Verdauung ist harmlos.
Eine ärztliche Abklärung ist insbesondere wichtig bei neuen, ungewöhnlichen oder deutlich zunehmenden Beschwerden.
Dazu können je nach individueller Situation beispielsweise gehören:
Diese Aufzählung ersetzt keine individuelle medizinische Einschätzung.
Bei akuten oder schweren Beschwerden steht die medizinische Versorgung im Vordergrund.
Zunächst geht es darum, Ihre Beschwerden und Ihre bisherige Krankheitsgeschichte zu verstehen.
Besprochen werden können:
Gemeinsam wird geklärt:
Im nächsten Schritt kann betrachtet werden:
Dabei geht es nicht um die Suche nach einer einzigen psychischen Ursache.
Ziel ist ein individuelles Verständnis des Zusammenspiels verschiedener Faktoren.
Mögliche Ziele können sein:
Je nach Behandlungsziel können eingesetzt werden:
Die Behandlung wird individuell angepasst.
Wenn es zum Behandlungsziel passt, wird eine persönliche Selbsthypnose entwickelt.
Ziel ist, dass die therapeutische Arbeit nicht ausschließlich an die Sitzung in der Praxis gebunden bleibt.
Im Verlauf wird gemeinsam betrachtet:
Das Reizdarmsyndrom ist keine eingebildete Erkrankung und nicht einfach „nur psychisch“.
Es wird als Störung der Darm-Hirn-Interaktion verstanden, bei der verschiedene biologische, funktionelle und psychosoziale Faktoren zusammenwirken können.
Darmgerichtete Hypnotherapie ist eine Form medizinischer Hypnose, bei der hypnotische Verfahren gezielt auf Darmwahrnehmung, Beschwerden, Regulation und die Darm-Hirn-Interaktion ausgerichtet werden.
Sie ist mehr als eine allgemeine Entspannungsübung.
Eine Heilung kann nicht versprochen werden.
Die Forschung zeigt, dass darmgerichtete Hypnotherapie bei einem Teil der Patientinnen und Patienten Symptome und Lebensqualität verbessern kann.
Die Wirkung ist individuell.
Stress kann bei manchen Menschen Beschwerden beeinflussen oder verstärken.
Das Reizdarmsyndrom lässt sich jedoch nicht auf eine einzige Ursache reduzieren.
Es entsteht nicht einfach deshalb, weil ein Mensch „zu viel Stress“ hat.
Nein.
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung und keine psychosomatische Erkrankung im engeren Sinne.
Psychischer Stress ist nicht die Ursache der Erkrankung.
Psychische Belastung und Stress können jedoch für Lebensqualität, Symptomwahrnehmung und möglicherweise den Krankheitsverlauf relevant sein.
Hypnotherapie behandelt nicht die entzündliche Grunderkrankung.
Sie kann ergänzend bei Stress, Angst, Schmerzbelastung, Krankheitsverarbeitung und anderen psychischen oder psychosomatischen Belastungen eingesetzt werden.
Die gastroenterologische Behandlung wird dadurch nicht ersetzt.
Selbsthypnose kann zur Regulation von Anspannung, Aufmerksamkeit und Angst eingesetzt werden.
Sie bietet jedoch keine Garantie, akute Beschwerden sofort zu beenden.
Bei neuen oder medizinisch auffälligen Symptomen steht die ärztliche Abklärung im Vordergrund.
Nein.
Darmbeschwerden können sehr belastend sein und Bereiche betreffen, über die gesellschaftlich wenig gesprochen wird.
Scham ist verständlich, sollte aber kein Grund sein, Beschwerden oder die damit verbundene seelische Belastung allein tragen zu müssen.
Darmbeschwerden sind real.
Sie sind nicht eingebildet.
Und sie lassen sich nicht pauschal auf psychische Ursachen reduzieren.
Beim Reizdarmsyndrom können Darm, Nervensystem, Wahrnehmung, Stress und psychische Belastung in komplexer Weise zusammenwirken.
Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa liegt eine chronisch-entzündliche Erkrankung vor, die gastroenterologisch behandelt werden muss. Psychische und psychosomatische Begleitung kann hier zusätzlich helfen, mit Belastung, Stress, Angst und Krankheitsfolgen umzugehen.
Medizinische Hypnotherapie setzt deshalb nicht bei der vereinfachten Vorstellung an:
„Der Darm ist psychisch.“
Sondern bei der differenzierteren Frage:
„Welche Anteile des individuellen Beschwerdeerlebens und der Krankheitsbelastung können therapeutisch beeinflusst werden?“
Beim Reizdarmsyndrom kann darmgerichtete Hypnotherapie ein wissenschaftlich untersuchter ergänzender Behandlungsansatz sein.
Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann Hypnotherapie die psychosomatische und psychotherapeutische Begleitung unterstützen — ohne die Behandlung der Grunderkrankung zu ersetzen.
Sie leben mit Reizdarm oder einer chronischen Darmerkrankung und möchten wissen, ob medizinische Hypnotherapie für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein kann?
In einem Erstgespräch können Ihre Beschwerden, Ihre bisherige medizinische Diagnostik und Ihre persönlichen Behandlungsziele sorgfältig eingeordnet werden.
Arztpraxis Dunja Schmidt
Wilhelmstraße 13
46483 Wesel
Anwendungsbereiche & Beschwerden
Sie haben Schmerzen und keiner findet etwas. Ihre Erkrankung belastet Sie psychisch und Sie wissen nicht genau wo Sie ansetzen sollten, um Ihr Anliegen richtig zu adressieren?!
Die Übersichtsseite mit Anwendungsbereichen und Beschwerden für med. Hypnose kann Ihnen helfen den Einstieg zum für Sie relevanten Thema und den Weg zum entsprechenden Inhalt auf meiner Webseite schneller zu finden.
Somatoforme Beschwerden…
…sind körperliche Beschwerden ohne ausreichenden Befund und müssen trotz fehlender Erklärung und Diagnostik ernst genommen werden, da sie real und nicht eingebildet sind.
Körperliche Erkrankungen & psychische Faktoren
Bei stresssensitiven Erkrankungen kann medizinische Hypnose helfen, Stressreaktionen zu reduzieren, die Körperwahrnehmung zu verändern und den Umgang mit Beschwerden zu verbessern.
Schwere Erkrankungen & Krankheitsverarbeitung
Tumorerkrankungen, Multiple Sklerose, koronare Herzerkrankung, neurologische Erkrankungen, Long COVID / ME/CFS, Dialyse, Transplantation oder intensivmedizinische Erfahrungen können seelisch stark belasten.
Hypnotherapeutische Verfahren können helfen, innere Stabilität, Körpervertrauen und Selbstregulation zu stärken.
Migräne & Hypnose
Migräne ist real und neurologisch ernst zu nehmen.
Medizinische Hypnotherapie setzt ergänzend dort an, wo Stress, Schmerzverarbeitung, Anspannung, Körperwahrnehmung und Krankheitsbewältigung eine Rolle spielen.
Reizdarm & Darmerkrankungen
Bei Reizdarm, chronisch-entzündlichen Erkrankungen und funktionellen Darmbeschwerden können Krämpfe, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Schamgefühl und Kontrollverlust den Alltag stark beeinträchtigen.
Hypnotherapeutische Verfahren können hilfreich sein, um Körperwahrnehmung, Stressreaktionen, die Darm-Hirn-Achse und den Umgang mit Beschwerden positiv zu beeinflussen.
Tinnitus & Hypnose
Tinnitus ist nicht eingebildet, sondern real. Ein stark belastender chronischer Tinnitus kann das Leben erheblich beeinträchtigen.
Sie möchten wissen, ob medizinische Hypnose für Ihre individuelle Situation eine sinnvolle Ergänzung sein kann?
Dann sind Sie hier richtig und können auf der Unterseite weiter lesen.
Neurodermitis & Hypnose
Bei Neurodermitis können Juckreiz, Kratzimpulse, Schlafprobleme, Schamgefühl und Stress einander bedingen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung benötigt weiterhin eine dermatologische Behandlung.
Medizinische Hypnotherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit auf Juckreiz, Kratzimpulse, Stressregulation und alternative Reaktionen zu bearbeiten.
Allergien & Hypnose
Allergien sind Erkrankungen, die immunologisch vermittelt und nicht durch psychische Belastung verursacht werden.
Stress und innere Anspannung können bei manchen Betroffenen jedoch das subjektive Beschwerdeerleben, die Aufmerksamkeit auf Symptome und den Umgang mit der Erkrankung beeinflussen.
Medizinische Hypnotherapie behandelt nicht die allergische Sensibilisierung und ersetzt keine allergologische Behandlung.
Sie kann ergänzend bei Stressregulation, Krankheitsbewältigung und zur besseren Selbstregulation eingesetzt werden.
Zahnarztangst, Bruxismus & CMD
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Zahnarztangst, Würgereiz, Kieferanspannung, Zähnepressen, Zähneknirschen und Beschwerden im Kausystem können stark mit Anspannung, Stress, körperlicher Alarmbereitschaft und der Angst vor Kontrollverlust verbunden sein.
Medizinische Hypnose und Selbsthypnose können ergänzend dabei unterstützen, Angst und Anspannung zu regulieren sowie beim Wachbruxismus Pressmuster früher wahrzunehmen und alternative Reaktionen einzuüben.
Essstörungen & belastetes Essverhalten
Essstörungen und belastetes Essverhalten sind keine Frage von Disziplin oder Willenskraft.
Sie können mit Scham, Körperablehnung, innerer Anspannung, Selbstwertproblemen, Kontrollverlust, Angst, depressiven Symptomen und körperlichen Risiken verbunden sein.
Medizinische Hypnotherapie kann hier nur ergänzend und sorgfältig eingeordnet eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Selbstwert, Körperwahrnehmung, Emotionsregulation, Scham, Essdruck, Kontrollverlust und innere Sicherheit.
Chronische Schmerzen & Hypnose
Chronische Schmerzen sind real.
Auch wenn kein ausreichender organischer Befund existiert, können Nervensystem, Verarbeitung von Stress, Aufmerksamkeit und Schmerzgedächtnis eine zentrale Rolle spielen.
Mental Wellness durch Selbsthypnose
Selbsthypnose für innere Ruhe und Stressregulation:
Ein ärztlich geleitetes Gruppenangebot, das darauf zielt, Handlungsmöglichkeiten, Selbstwirksamkeit und Resilienz im Alltag zu fördern.
Raucherentwöhnung mit Hypnose
Mit dem Rauchen aufhören. Den Rauchstopp mit medizinischer Hypnose unterstützen:
Strukturiertes Angebot zu Gewohnheiten, Auslösern, Stress und Rückfallprophylaxe.
Als Einzeltherapie oder in Kleingruppe.
Mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose
Ärztlich angeleitetes Gruppenangebot für Menschen mit med. abgeklärten chronischen Schmerzen, die Selbsthypnose erlernen möchten.
Ziele:
Selbsthypnose lernen
Selbsthypnose ist kein magisches Verfahren, sondern ein erlernbares Werkzeug.
Medizinisch angeleitete Selbsthypnose sicher und individuell lernen:
Eine trainierbare Methode für mehr Selbstregulation & Handlungsmöglichkeiten, deren Nutzen vom Ziel, der Indikation und der persönlichen Situation abhängt.
Selbsthypnose & Gruppenangebote
Selbsthypnose ist keine passive Behandlung und keine besondere „Begabung“, sondern:
Eine erlernbare Methode zur bewußten Arbeit mit:
Gruppenangebote zu den Themenbereichen Raucherentwöhnung, Mental Wellness, und „mit Schmerzen leichter leben durch Hypnose“ ermöglichen Ihnen das strukturierte Erlernen und Einüben solcher Fähigkeiten in einem klar definierten Rahmen.
Was ist medizinische Hypnose?
Medizinische Hypnose verständlich erklärt: Trance, fokussierte Aufmerksamkeit, Suggestion, Kontrolle sowie Unterschiede zu Schlaf und Showhypnose.
Hypnosearten im Überblick
Klassische, ericksonsche und weitere Hypnosearten verständlich erklärt – mit Einsatzgebieten, Unterschieden sowie medizinischen und ethischen Grenzen.
Showhypnose vs. medizinische Hypnose
Medizinische Hypnose und Show-Hypnose unter-scheiden sich deutlich. Erfahren Sie mehr über Ziele, Rahmen, Kontrolle, Ethik und therapeutische Verantwortung.
Ablauf einer Hypnotherapie
Wie eine medizinische Hypnotherapie abläuft: Erstgespräch, Indikationsprüfung, Zielklärung, Hypnose, Rückorientierung, Nachbesprechung und Selbsthypnose.
Grenzen & Kontraindikationen
Wann medizinische Hypnose ungeeignet oder nur nach sorgfältiger Abklärung sinnvoll ist – mit Hinweisen zu Krisen, Psychosen, Dissoziation und Diagnostik.
Wissenschaftliche Grundlagen
Was die Forschung über medizinische Hypnose zeigt:
Häufige Fragen
Antworten auf häufige Fragen zu Kontrolle, Erinnerung, Wirksamkeit, Risiken, Sitzungsdauer, Selbsthypnose und dem Ablauf einer medizinischen Hypnotherapie.
Wissen & Fragen Übersicht
Diese Seite bietet Orientierung über die aufbereiteten Wissensbereiche bezüglich medizinischer Hypnotherapie.
Honorar
Informieren Sie sich über entstehende Kosten und anfallende Honorare.
Kontakt & Anfahrt
Kontaktieren Sie die Praxis Dunja Schmidt in Wesel für ein Erstgespräch. Hier finden Sie Adresse, Telefon, E-Mail, Sprechzeit, Anfahrt und Parkhinweise.
Über mich
Erfahren Sie etwas über mich: Dunja Schmidt, Ärztin, Zahnärztin und medizinische Hypnotherapeutin in Wesel mit Schwerpunkt psychosomatische Gesundheit und Selbstregulation.